Plauen und Hof trennen 33 Lauf-Kilometer

Der 27. Städtelauf Plauen - Hof hat am Samstag wieder zahlreiche Läufer und Walker angelockt, die zwischen den Partnerstädten eine reizvolle Strecke absolvierten. In drei Startergruppen bewältigten die Teilnehmer von Plauen aus eine Distanz von 33 Kilometern, einige nahmen sich die Hälfte vor, Start war dazu in Krebes.

Plauen/ Hof - Das war ein perfekter Lauf, der inzwischen 27., schwärmte die Läuferschar nach dem perfekten Tag unisono im Biergarten des Hofer Schwimmvereins, dem Zielort, der gegen 13 Uhr erreicht worden war. Die fränkischen Gastgeber hatten wieder klasse für die 172 Sportler und für die Betreuer aufgefahren: Kuchen, Bratwürste, Bier, Limo und Kaffee.

Nach fast drei Dutzend Kilometern in Gruppen gelaufen und das in jeweils angepassten Tempi war es für alle ein Genuss, sich zu stärken, zu erfrischen und noch ein, zwei Stunden zusammen zu sitzen und zu "ratschen" wie die Franken sagen. Früh beizeiten ging es los. In der Plauener Südvorstadt trafen sich die Gesamtdistanzstarter auf dem Sportgelände des SV Concordia. Von dort erfolgte der Start, moderiert und charmant angesagt von Rainer Zimmermann, Sportsprecher-Legende aus dem Vogtland.

Zimmermann erwähnte eine kleine Anekdote zu den Anfängen des Städtelaufes. So wurde zunächst von Hof nach Plauen gelaufen. Damals, 1991, raunten die Spitzenstädter in der Südvorstadt lachend bei der Ankunft des Läuferfeldes, dass "man jetzt wohl vom Westen überrollt" würde. Ein Jahr später wurde die bis heute gewählte Route Plauen - Hof ins Leben gerufen.

Die anspruchsvolle Strecke des Gruppen- und Landschaftslaufes führte über Wald- und Feldwege durch die eindrucksvolle Diabas- Kuppenlandschaft und das romantische Burgsteingebiet aus dem Elstertal über die westvogtländischen Höhen in das Saaletal.

Dass so ein Lauf gut über die Bühne gehen kann, ist zahlreichen Helfern zu verdanken, bemerkte Cheforganisator Marcus Stark vom VSC Klingenthal, dem Verein, der so ein wenig den Hut auf hat und von anderen Vereinen unterstützt wird: dem Schwimmverein Hof, dem VfB Lengenfeld, IfL Hof, den Naturfreunden Plauen, der Concordia. Sechs Verpflegungsstellen waren auf 33 Kilometern eingerichtet, 270 Liter Mineralwasser wurden verteilt, sechs Kisten mit Obst.

"Wir waren insgesamt drei Dutzend Leute. Es gab keine Zwischenfälle, die Atmosphäre beim Lauf - einfach klasse", so Marcus Stark. "Das Besondere an dem Lauf ist, dass in Gruppen gemeinsam das Ziel erreicht wird, dass es nicht um Zeiten und Platzierungen geht. Es ist ein Lauferlebnis ohne Scheuklappen, es gibt Gespräche, der Leistungsfaktor fehlt, es entstehen Freundschaften."

Dass die Marke von 200 Läufern nicht "geknackt" wurde, sah der Organisator sportlich: "Das bisherige sehr heiße Wetter und der Schulanfang heute hat es wohl mit sich gebracht, dass die Zahl nicht ganz erreicht wurde", so Stark. 2019 wird der 28. Lauf steigen, 2021 das Jubiläum. "Das wird dann ein besonderer Lauf", versprach Marcus Stark vom VSC Klingenthal.