Plauen: Tonnenschwere Millimeterarbeit

Plauen - Die Autofahrer müssen weiter die Umleitung in Kauf nehmen. Fußgänger und Radfahrer jedoch haben seit dem Wochenende die Möglichkeit, die Brückenbaustelle an der Schöpsdrehe über eine vorübergehende Behelfsbrücke bis zur Fertigstellung des neuen Viaduktes zu überqueren.

Am späten Freitagabend wurde sie installiert. "Noch 50 - 10 und jetzt ab", solche Rufe hallten auf der Baustelle durch die Nacht. Pünktlich 22 Uhr startete die interessante Aktion. Die Bahnstrecke Reichenbach-Hof war für den Zugverkehr gesperrt und ein Schienenersatzverkehr ist eingerichtet worden. Die Arbeiten führte die Sächsische Bau GmbH aus.

Wie bereits mehrfach im Vogtland-Anzeiger berichtet, wird die Straßenbrücke zur Zeit abgerissen. Die Baumaßnahme ist im Zuge der Elektrifizierung des Streckenabschnittes zwischen Reichenbach und Hof notwendig. Das 36 Meter lange und 1,50 Meter breite Stahl-Bauwerk wurde mit einem Kran in Position gebracht. Mittels 500-Tonnen-Kran sind die 37 Tonnen Stahl millimetergenau aufgesetzt worden.

Die Bauarbeiter versanken teilweise tief im Schlamm. Petrus hatte kein Einsehen und ließ es mitunter kräftig regnen. "Solange kein Sturm, wie die vergangenen Tage aufkommt, gibt es kein Problem", war zu hören. Bis in die Morgenstunden hatten die Arbeiter zu tun.

Ein Geländer wurde angebracht und der Zugang zur Brücke geschaffen. Bis zum Freitag konnte die alte Brücke über einen abgesperrten Bereich überschritten werden. Das ist jetzt nicht mehr möglich. In wenigen Wochen wird sie abgerissen. Dann sollen auch weitere Brücken in Mehltheuer, Reuth und Plauen fallen. G.K.