Plauen: Polizei setzt konsequent auf De-Eskalation

"Unsere Strategie ist auf Deeskalation gerichtet", sagt der Polizeisprecher der Polizeidirektion Südwestsachsen, Jan Meinel. Das heißt, die Einsatzkräfte werden ihrerseits nichts unternehmen, was quasi "Öl ins Feuer" gießen könnte.

Es sei nun mal die Pflicht der Polizei, dafür Sorge zu tragen, dass alle ordnungsgemäß angemeldeten Demonstrationen auch durchgeführt werden können - dazu gehört nun mal auch die der Rechten, die ihren sogenannten Trauermarsch bereits im September vorigen Jahres beantragten. Meinel hofft, dass die Rechten, ähnlich wie im Vorjahr, "einfach ihr Ding durchziehen" und es ansonsten von deren Seite nicht zu Provokationen kommt.

Ebenso setze die Einsatzleitung der Polizei auch darauf, dass der Protest der demokratischen Kräfte friedlich verlaufe und sich auch sogenannte autonome Gruppen daran halten. Mit einiger Skepsis sieht der erfahrene Polizist daher auch die angekündigte Menschenblockade. "Wenn sich da einige auf der Aufmarschstrecke der Rechten platzieren, dann ist die Polizei verpflichtet, die Leute wegzutragen."

Wie das bei der Bevölkerung in der Regel ankomme, weiß er auch. Und deshalb meint er auch, dass der Protest gegen rechte Umtriebe auch anders artikuliert werden kann. Auch bezüglich der avisierten Menschenkette hofft Meinel, dass die "funktioniert" und zu keiner Eskalation führt.