Plauen plant City-Aufwertung

Die Plauener Innenstadt soll grüner werden. Im Rathaus wird derzeit an einem Konzept für eine Aufwertung gearbeitet. Es sieht Pflanzkübel, Blumenampeln, weitere Sitzbänke und auch Spielgeräte vor.

Plauen - Die Stadt Plauen hat Mängel bei der Gestaltung des Altmarktes eingeräumt. Die aufwendigen Sanierung des Platzes für rund 1,5 Millionen Euro vor fünf Jahren habe nicht die erhoffte Belebung gebracht. Die Kritikpunkte sind fehlendes Grün und zu wenig Sitz- sowie Spielmöglichkeiten. "Der Wunsch der Bürger ist nicht unbegründet", gesteht Baubürgermeister Manfred Eberwein (SPD). Immer wieder gab es in den letzten Jahren Initiativen, das Thema voranzubringen - jüngst durch Stadtrat Dirk Brückner (CDU), der in Ausschüssen nicht nur einmal auf die verbesserungswürdige Situation auf den Straßen und Plätzen der Stadt aufmerksam machte. Seinen Höhepunkt erlebte die Aufwertungs-Debatte zur Innenstadtbegehung, zu der das Rathaus Anfang April eingeladen hatte. Auch die Händler und Anwohner fordern, die Innenstadt muss attraktiver werden.

Nun passiert etwas: Im Stadtrat ist gestern erstmals ein Gestaltungskonzept vorgestellt worden. Die Plauener Stadtplanung hat sich mit der Konzeption in den letzten Wochen befasst. Auf sieben Straßen und Plätzen soll sich demnach in den nächsten zwei Jahren etwas tun. Noch in diesem Jahr könne die Verschönerung des Stadtzentrums beginnen, sagt Oberbürgermeister Ralf Oberdorfer (FDP) und gibt den Herbst als Arbeitsziel für die ersten optischen Veränderungen an.

Und das ist genau geplant: Die Neundorfer Straße, der Bereich vorm Vogtlandmuseum, die Straßberger Straße, der Altmarkt, die Marktstraße, der Klostermarkt, die Fläche zwischen Wöhrl und Stadt-Galerie sowie der Postplatz im Gleißdreieck wird schrittweise zum Teil auch mit privaten Sponsoren aufgewertet. Dies soll vor allem mit verschiedenen Pflanzgefäßen, Blumenampeln an Laternen und Begrünungen von Leitungsmasten der Straßenbahn mit Rankpflanzen realisiert werden. Außerdem sind mehrere zusätzliche Sitzbänke und eventuell auch Spielgeräte für den Klostermarkt vorgesehen. Bei der Auswahl des Grüns denkt die Stadtplanung an eine Dauerbepflanzung der meisten Kübel im Wechsel mit saisonbepflanzten Gefäßen. Die Stadtverwaltung lässt sich die Kosmetik für die City einiges kosten. Etwa 120 000 Euro sind allein für die Anschaffung geplant. Dazu werden schätzungsweise jährliche Kosten für Pflege und Unterhaltung von rund 18 000 Euro auflaufen.

Der OB hat eine gewisse Testphase vorgeschlagen. Man könne an einer Stelle im Herbst mit ersten Kübeln beginnen, um zu sehen, ob die Pflanzschalen zum Stadtbild passen und auch die Händler und Anwohner damit zufrieden sind. va