Plauen ist Spitzenreiter beim Bußgeld im Vogtland

Spitzenreiter beim Bußgeld im Vogtlandkreis ist Plauen. Die Stadt schaffte sich durch den Einsatz von Blitzer genau 784.028,65 Euro an Einnahmen im vergangenen Jahr.

Das sind noch einmal 100.000 Euro mehr als 2012, als Plauen bereits bei den Bußgeldern an der Spitze stand. In der Statistik aller Städte über 10.000 Einwohner, liegen die weiteren vogtländischen Städte deutlich unter den Einnahmen der Plauener. So fielen in Reichenbach Bußgelder in Höhe von 10.644 Euro an, die Oelsnitzer zahlten knapp 65.000 Euro. Das geringste Blitzer-Geld floss mit rund 40.000 Euro in Auerbach ins Stadtsäckel. Nach Aussage von FDP-Landtagsabgeordneten Prof. Dr. Andreas Schmalfuß, der die Zahlen am Mittwoch öffentlich machte, würden Verkehrssünder offenbar zu einem Wirtschaftszweig der Kommunen.

"Ganz klar müssen an Unfallschwerpunkten, vor Kitas und Schulen Tempolimits rigoros durchgesetzt werden. Jeder Blitzer, der möglichst viele Einnahmen erzielen soll, ist aber fehl am Platz. So wird das Ziel der Verkehrssicherheit konterkariert, weil Autofahrer bei Blitzer-Abzocke kein Unrechtsbewusstsein entwickeln", sagt Schmalfuß. C.Z.