Plauen: IHK sieht "Spitzenwelt" im Stadtzentrum

Ein Spitzenzentrum mit seinen verschiedenen Funktionen gehört in die Innenstadt. Damit positioniert sich die IHK klar in der Diskussion um den Standort des zukünftigen Tourismusmagnetes der Spitzenstadt Plauen.

Plauen - Selbstverständlich ließe sich das Projekt grundsätzlich auch im Weisbachschen Haus als einem unter Denkmalschutz stehenden Industriegebäude mit seiner textilen Tradition vorstellen, heißt es in einer Pressemitteilung der IHK. Das zukünftige Spitzenzentrum soll aber bekanntlich mehr sein, als das Erleben und in Wert setzen textiler Traditionen. Es soll vielfältige Funktionen rund um das Thema Spitze verbinden, von einer modernen musealen Einrichtung über ein Service- und Innovationszentrum für die Stickereibranche, über Bildung, Forschung, Informationsaustausch bis zum Verkauf von Stickereiprodukten und Gastronomie.

"In dieser Multifunktionalität gehört eine solches Zentrum dorthin, wo Multifunktionalität das Bindende, das Belebende, der Impulsgeber für die Stadtentwicklung ist. Es gehört in die unmittelbare Innenstadt." Das Spitzenzentrum wird für sein Funktionieren neben den prognostizierten Touristen auch den "Vorbeikommenden", den täglichen Besucher der Innenstadt oder den Gast aus der benachbarten Jugendherberge benötigen. Hierfür seien am Standort Oberer Graben/Nobelstraße durch ein überaus attraktives Stadtbild, eine abwechslungsreiche Gastronomie und individuelle Geschäfte optimale Bedingungen gegeben, die für ein wechselseitiges Frequentieren sorgen.

Auch die unmittelbare Nachbarschaft mit dem Vogtlandmuseum und der Galerie e. o. Plauen bieten nicht zu unterschätzende Synergieeffekte und ein konzentriertes touristisches Highlight. Das Spitzenzentrum sollte als ein Magnet nach außen auch ein weiterer Baustein für die Belebung der Innenstadt sein. Dafür muss es allerdings dort positioniert sein, wo Wege- und Blickbeziehungen die Menschen animieren, das Spitzenzentrum und die unmittelbare Innenstadt mit ihrem historischen Stadtkern zu besuchen. Auf kurzem Wege und ganz natürlich würde so ein Bewegungsfluss erzeugt. Daher präferiert die IHK den Standort Oberer Graben/Nobelstraße.

Es sind nur wenige Meter von dort über die neugestaltete Treppenanlage und den Durchgang zur Marktstraße, weiter zum Altmarkt oder durch den Lichthof des Rathauses zur Herrenstraße, zum Klostermarkt bis hin zum Postplatz. Nur dieser Standort biete aus Sicht der IHK auf Grund der Nähe die reale Chance, dass die aufwendig sanierte historische Altstadt von Plauen nachhaltig von der Investition und beabsichtigten Nutzung des Spitzenzentrums profitieren kann. va