Plauen erwägt Kürzung des Zuschusses für Flughafen Hof

Oberbürgermeister Ralf Oberdorfer (FDP) werde dem Stadtrat "vorschlagen, sich nicht gänzlich aus dem Flughafen auszuklinken, aber den Zuschuss weiter zu kürzen", kündigte Stadtsprecherin Silvia Weck gestern an. Am Montag hatten die Gesellschafter des Flughafens beschlossen, die Linienverbindung nach Frankfurt/Main nicht neu auszuschreiben.

Der Linienbetrieb war im Winter von dem in Saarbrücken ansässigen Unternehmen Cirrus Airlines eingestellt worden, kurz darauf stellte die Firma Insolvenzantrag. Künftig sollen den Flughafen nur noch Geschäftsflieger und Flugschulen nutzen. Damit, so die Gesellschafter am Montag, werde der Fortbestand des Verkehrslandeplatzes für die nächsten fünf Jahre verlässlich gesichert. Gleichzeiztig geht es nun darum, eine sozialverträgliche Anpassung der Beschäftigtenzahlen zu erreichen.

Die von Cirrus angebotenen Verbindungen waren massiv von der öffentlichen Hand unterstützt worden - 2011 beispielsweise mit 3,6 Millionen Euro. Das meiste Geld gibt Bayern. Plauen zahlt inzwischen jährlich maximal 100 000 Euro. Ende 2010 hatte im Stadtrat die komplette Streichung des damals bei 130 000 Euro liegenden Zuschusses zur Debatte gestanden, bevor vor einem Jahr als Kompromiss die Verringerung des Beitrags beschlossen wurde.

Für die Generalsanierung von Start- und Landebahn waren Millionen aus dem bayerischen Staatshaushalt investiert worden. Das Festhalten am unrentablen Regionalairport hatte zuletzt auch der Bund der Steuerzahler kritisiert, während die Wirtschaft der Region den Flughafen Hof-Plauen weiterhin für notwendig erachtet. va