Plauen: Ermittlungen zu N1 dauern weiter an

Noch immer läuft das Ermittlungsverfahren wegen Insolvenzverschleppung gegen Mike Kilian, der im November 2011 die Diskothek N1 am Plauener Klostermarkt gepachtet und als Event GmbH betrieben hatte, bestätigte am Dienstag die Chemnitzer Staatsanwältin Ingrid Burghart dem Vogtland-Anzeiger auf Anfrage.

Plauen - Kilian hatte nach eigener Aussage im November 2011 am Amtsgericht Chemnitz, "als ich sah, dass die Firma total überschuldet war, noch vor der gesetzlichen Acht-Wochen-Frist Insolvenz angemeldet". Ende Mai 2012 machte der Tanztempel am Klostermarkt schlussendlich zu. Vier Monate später hatte Kilian unter dem alten Namen "Klostermarkttreff" das Haus wieder eröffnet. "Wir haben komplett umgebaut und mit der Zeit als N 1 völlig abgeschlossen", sagte Kilian, der mit seiner Musik-Objekt-Personal-Service UG das Objekt am Oberen Steinweg betreibt.

Ermittelt wird auch gegen den ehemaligen Vermieter des N1 und Plauener Spielhallenchef Uwe Seidel. Gegen ihn ist ein Verfahren wegen Bankrotts anhängig, so Staatsanwältin Burghart. Seit reichlich zwei Jahren ist im Landgericht Chemnitz auch eine Anklage gegen Seidel wegen Steuerhinterziehung im besonders schweren Fall und unerlaubtem Glücksspiel eingegangen. Von 2001 bis 2007 soll Seidel falsche Bescheide beim Finanzamt eingereicht haben.

Noch immer sei kein Verhandlungstermin anberaumt, bestätigte am Montag Gerichtssprecher Thomas Mrodzinsky. Gründe konnte er keine nennen. Mit Seidel ins Visier der Ermittler ist auch der Number One-Techniker geraten. "Für beide gibt es ein gemeinsames Verfahren wegen Steuerhinterziehung", so Ingrid Burkhart. Der Technik-Leiter müsse sich hinzu wegen verbotener Spielautomaten, die zwischen 2006 und 2008 aufgestellt waren, verantworten. M.T.