Plauen bewirbt sich für Landesgartenschau 2018 und 2021

Die Stadt Plauen will sich zu ihrem 900-jährigen Bestehen im Jahr 2022 selbst beschenken und setzt auf die Ausrichtung einer Gartenschau.

Plauen/Reichenbach - Im Jahr 1122 ist Plauen erstmals urkundlich erwähnt worden. Dieser Fakt ist für Plauens Oberbürgermeister Ralf Oberdorfer (FDP) ein gutes Argument für die Ausrichtung einer Landesgartenschau ein Jahr vor dem Stadtjubiläum. "Warum soll man nicht heute schon eine Bewerbung für in zehn Jahren ins Auge fassen." Im September soll im Stadtrat eine Entscheidung eingebracht werden.

Die Stadtplanung arbeitet bereits an ersten Punkten für eine konkrete Bewerbung für die Schauen 2018 und 2021. So gebe es laut Oberdorfer Voruntersuchungen für zwei mögliche Ausrichtungs-Flächen. Im Gespräch ist das Gebiet rund um den Stadtpark und die Elsteraue im Stadtzentrum - Oberdorfers Favorit. Dieses Gebiet war seit etwa 1850 durch die Industrie kaum zugänglich. Erst nach der Wende sind Brachen abgerissen und Platz für Neues geschaffen worden.

Im kommenden Jahr richtet Löbau die Landesgartenschau aus und 2015 ist Oelsnitz im Erzgebirge dran. Nach den Bezirken Dresden (2012) und Chemnitz (2015) müsste 2018 der Regierungsbezirk Leipzig an der Reihe sein, hofft die Stadt Plauen, wenn sie eine qualifizierte Bewerbung ins Rennen schickt, meinte der OB. Demnach sei eine Ausrichtung 2021 realistisch, heißt es. Für das Jahr 2018 wird sich auch die Stadt Zwickau bewerben. Sie feiert dann ebenfalls ihr 900-jähriges Bestehen.

Plauen müsse etwa 100 000 Euro für die Bewerbung einkalkulieren, sagte Reichenbachs Oberbürgermeister Dieter Kießling (CDU). Er spricht aus Erfahrung. Die Ausrichtung der Landesgartenschau 2009 sei ein Segen für die Stadt gewesen. Noch heute kommen viele Besucher und schauen sich das Entstandene an. Gleich bei der ersten Bewerbung 2003 hätte es geklappt. Im Februar 2005 kam der Zuschlag. Fast ein Jahr hat die Vogtlandstadt an den Bewerbungsunterlagen gearbeitet.

"Das wichtigste ist, dass man einen geeigneten Standort findet." Weitere Kriterien seien die Einbindung des Landschafts- und Städtebaus und das Einbeziehen der Bürger. In Reichenbach hätten auch die Kleingärtner eine wichtige Rolle gespielt.

Kießling merkt an, dass der Freistaat nach jeder Landesgartenschau neu darüber befindet, ob es in den nächsten Jahren eine weitere Schau gibt. Die Entscheidung sei an den wirtschaftlichen Erfolg geknüpft.