Plauen bekommt Wohngemeinschaftshaus

 

Plauen - Ich möchte mich gerade in der Wohnqualität von anderen WG?s abheben", unterstreicht Steffen Goretzka sein Vorhaben. 2008 hat er das bis dahin leer stehende Haus an der Rähnisstraße in Plauen gekauft. Für Familien bot sich die Lage, aufgrund der Parkmöglichkeiten, eher weniger an. So entstand die Idee zum Wohngemeinschaftshaus.

"Natürlich habe ich mir einen Eindruck in anderen bereits existierenden WG-Räumen geholt. Dabei stand für mich schnell fest, dass ich es anders machen möchte. Die Wohnungen sollen großzügig, aber trotzdem praktisch sein", so der Plauener.

Am Um- und Ausbau beteiligt er sich mit Sohn Pierre aktiv. Viel Zeit und Arbeit und natürlich auch Geld wurde in das Gebäude investierte. Zwei Wohnungen sind aktuell bezugsfertig. Insgesamt sollen es vier werden, aber bis zur gesamten Fertigstellung dauere es bestimmt noch gut zwei Jahre. Von maximal vier Bewohnern solle eine Etage dabei bewohnt werden.

 

Davon ist ein Raum, der größte, jeweils als Doppelzimmer ausgestattet. Die Nachfrage sei da gewesen, deshalb reagierte Goretzka darauf. Überhaupt wurden sich bei der Gestaltung eine Menge Gedanken gemacht. Die Wände sind nicht kühl und weiß, sondern wirken einladend in schönen Farbtönen. Der Boden strahlt in warmen Holztönen aus Laminat. Die Bäder sind komplett neu ausgestattet, gefliest und bieten Platz für jede Menge Zahnpasta, Duftfläschchen und Cremes vor dem Spiegel. Die Küchen sind geräumig, mit Küchenzeile und Esstisch.

Der Kauf der Küchen brachte gleichzeitig die erste Mieterin ins Haus, erzählt der Eigentümer. In einem Plauener Möbelhaus habe er sich beraten lassen. Im Gespräch mit der jungen Verkäuferin sei man auf das Thema WG gekommen. Und plötzlich war sie da. Die erste Bewohnerin im Eckhaus an der Rähnisstraße, denn sie verkaufte nicht nur Küchen, sondern war auch gerade auf Wohnungssuche. Inzwischen hat sie einen Mitbewohner bekommen.

 

Auch in der ersten Etage sind zwei junge Leute eingezogen. 17 bis 19 Jahre sei das Alter der Interessenten. Dabei fragen nicht nur Schüler aus dem gegenüberliegenden "Anne Frank"-Schulzentrum an, auch Studenten und Auszubildende, die nicht aus Plauen stammen, gehören dazu. "Wir vermieten die Zimmer bei Bedarf möbliert, haben aber festgestellt, dass doch viele ihre eigenen Sachen mitbringen möchten. Dank eines schwedischen Möbelhauses sind Tische, Schränke und Betten doch sehr erschwinglich und sehen trotzdem gut aus." Der Mietpreis beginne bei 95 Euro kalt, so der Vermieter. Wer noch auf der Suche nach einer preisgünstigen "Bleibe" ist und vielleicht die gesellige Stimmung einer WG bevorzugt, der kann sich melden unter: 0172/3723136.

 

Von Stephanie Rössel