Plauen bekommt ersten Allwetterspielplatz

Drei Vogtländer investieren in die ehemalige Kaufhalle im Mammengebiet und planen darin einen Allwetterspielplatz.

In der leeren Kaufhalle im Plauener Mammengebiet tut sich etwas. Nach dem sich die Edeka vor gut drei Jahren zurückzog, soll nun ein neues Betreiberkonzept die herunter gekommene Halle wieder mit Leben füllen. Drei Vogtländer planen darin auf einer Gesamtfläche von rund 1400 Quadratmetern den größten Hallenspielplatz des Vogtlandes. Spätestens im Juni soll die Eröffnung gefeiert werden, so Sylvia Schäfer. Die 50-jährige Plauenerin wird später die Geschäftsführung übernehmen.

Die Halle habe gute Voraussetzungen für ein solches Projekt. Der Kaufvertrag sei Mitte Februar unterzeichnet worden. Besondere Unterstützung haben die Investoren bei dem Vorhaben bisher auch von der Stadt erfahren, sagt Schäfer.

Bevor Kinder den ersten Plauener Indoor Spielplatz nutzen können, muss kräftig investiert werden. Der lange Leerstand ist überall sichtbar. Derzeit sind Bauarbeiter damit beschäftigt, das Gebäude zu entkernen. Allein rund eine halbe Million wird der Umbau kosten und noch einmal so viel fließen in die Anschaffung der Spielgeräte, sagt Schäfer. Auf die Idee, einen ganzjährigen Hallenspielplatz zu schaffen, kam die Gastronomin durch ihre eigenen Kinder. Vorbild sei auch ein vergleichbarer Spielplatz in Zwickau gewesen. Mit der Investition soll vor allem wieder etwas mehr Leben im Mammengebiet einziehen. "Der Platz ist tot. Hier passiert nichts mehr." Es sei auch ein sozialpädagogisches Projekt, sagt Sylvia Schäfer. "Die Kinder können hier wieder gemeinsam etwas machen und sich kennen lernen."

Finanziert werden soll der Indoor Spielplatz mit dem Namen "Happy Kids" mit Eintrittsgeldern und einem Bistroangebot. Damit sich das Projekt rechnet, müssen im Schnitt rund 100 Kinder am Tag kommen. Die Öffnungszeiten sollen in der Woche zwischen 14 und 19 Uhr und am Wochenende zwischen 10 und 19 Uhr liegen. An den Vormittagen sollen Schulen und Kindergärten angesprochen werden. Der Spielplatz wird unter anderem aus fünf Groß-Spielgeräten bestehen. Auch die Fassade des Gebäudes werde sich grundlegend ändern, kündigt Schäfer an. Auch das ebenfalls leer stehende Nebengebäude der Halle soll angekauft werden. Hier laufen derzeit Verhandlungen, heißt es. Geplant sei hier, wieder einen Bäcker und einen Fleischer anzusiedeln.   mar

11-03-03