Plauen bekommt eine Bürgerstiftung

 

Die Spitzenstadt bekommt erstmals eine Bürgerstiftung. Der Stadtrat soll noch in diesem Jahr über die Gründung entscheiden.

 

Für den Grundstock will Oberbürgermeister Ralf Oberdorfer Geldmittel aus der Hans-Löwel-Stiftung verwenden, deren Grundkapital im kommenden Jahr von der Stiftungsverwaltung ausgeschüttet wird. Die Stiftung ist im Jahr 1996 von Hans und Edith Löwel gegründet worden. Die beiden Plauener legten fest, dass die Hälfte der Stiftungssumme ihrer Heimatstadt zukommen sollen. Ein Geldsegen für Plauen. Die Stadt darf sich nun über etwa 1,7 Millionen Euro freuen. Weitere 850 000 Euro bekommen jeweils das Vogtlandtheater und die Initiative Kunstschule Plauen.

 

Aus den Zinserträgen der Hans-Löwel-Stiftung ist in den vergangenen Jahren bereits viel gutes in Plauen getan worden. Eines der Stiftungsziele war die Errichtung des König-Albert-Brunnens auf dem Altmarkt. Das Wasserspiel soll an das einstige Reiterstandbild des sächsischen Königs auf dem Markt erinnern.  Ralf Oberdorfer will das Geld nicht in einmalige Projekte einfließen lassen, sondern durch die Gründung der Bürgerstiftung, die Erträgen langfristig nutzbringend einsetzen, sagt er dem Vogtland-Anzeiger auf Anfrage. "Plauen verfügt noch nicht über eine Stiftung, die in besonderer Weise die Bürger unserer Stadt anregt, sich finanziell zu engagieren", so der Ob, der sich auch vorstellen kann, dass Plauener mit einer Erbschaft zu einem Wachstum des Kapitalstocks beitragen.

Bürgermeister Uwe Täschner wurde damit beauftragt, die Unterlagen für die Stiftung vorzubereiten. Die Ziele der neuen Stiftung werden sich an den Ideen von Hans Löwel orientieren, so Oberdorfer.  Was konkret mit den Erträgen aus der Bürgerstiftung passieren wird, soll jährlich eine Stiftungsverwaltung zusammen mit einem Stiftungsrat entscheiden.

 

Von Martin Reißmann