Plauen: 28 Probleme in der Südvorstadt

Plauen - Unsanierte, unbewohnte und abbruchreife Gebäude sind auch fünf Jahre nach der letzten Begehung in der Südvorstadt zu finden. Besonders die Front entlang der Oelsnitzer Straße fällt dabei ins Auge.

 

Um sich über den aktuellen Zustand zu informieren und eventuell Mängel in Kürze zu beseitigen, trafen sich kürzlich Zuständige der Stadt Plauen mit Oberbürgermeister Ralf Oberdorfer im Stadtteil zur Ortsbegehung. 28 Punkte hatte die Liste, die durch die Rückmeldung der Anwohner ausgearbeitet wurde. Lediglich zwei Bürger kamen jedoch zum Treffpunkt.

Straße für Straße wurden Probleme besprochen und der eventuelle Handlungsbedarf beraten. Die Kühlanlage des Supermarktes an der Leibnitzstraße wird laut Umweltamt auf eine Einhaltung der Grenzwerte geprüft. Besonders nachts fühlen sich Bürger durch die Geräusche gestört. So gut wie erledigt sei der geforderte grüne Abbiegepfeil Ecke Leibnitz-/Oelsnitzer Straße. Ein Antrag dafür sei bei der Landesdirektion bereits gestellt.

Unbewohnte Gebäude, mit oft kaputten Fenstern und zerfallenen Fassaden stören nicht nur die Ansicht, sondern bedeuten auch Gefahren. Die meisten Häuser gehören Firmen, die entweder zwangsverwaltet, von Amts wegen abgemeldet oder einen Wohnsitz im europäischen Ausland haben. Eine Absicherung durch beispielsweise einen Bauzaun sollte hier so schnell wie möglich durchgeführt werden, aber auch ein Verschluss der Türen ist aus Sicherheitsgründen nötig. Um Fahrzeuge, die auf einem Grundstück an der Südstraße stehen, soll sich die Untere Abfallbehörde des Landratsamtes kümmern. Dort muss festgestellt werden, ob Schadstoffe in den Boden gelangen könnten.

 

Der Fußweg nahe der Kindertagesstätte Pfiffikus wird Anwohnern zufolge im Winter unzureichend geräumt und oft als Radweg genutzt. Für die Räumung ist aufgrund technischer Bedingungen die Volksolidarität verantwortlich, mit der ein Kooperationsvertrag besteht. Der völlig zerstörte Kaugummi-Automat an der Hegelstraße wird entfernt, sowie die defekte Straßenlaterne an der Reinsdorfer Straße ausgetauscht. Wenige Meter weiter wurde der Zustand des Containerstandplatzes bemängelt. Zugewachsen und ständig verunreinigt ist dieser vorzufinden. Die Papierbehälter sind mittlerweile undicht. Das Amt für Umwelt und Bauordnung bestätigte vor Ort einen Austausch zu veranlassen.

 

Mehrmals wurde der schlechte Zustand von Gehwegen und Fahrbahn seitens der Bürger gemeldet. Nur teilweise werden tiefe Schlaglöcher ausgebessert. Die zum Milmesgrund führende Straße könnte im Zuge der bis 2015 zu erledigenden Abwasserproblematik ausgebessert werden, an den Querrinnen Am Milmesgrund sind vorerst keine Veränderungen vorgesehen.

 

Am Touristenweg soll ein Abfallbehälter angebracht werden, da diese Route häufig von Hundebesitzern genutzt wird. Eine Ausbesserung des Weges werde es nicht geben, da es sich weiterhin um einen Gartenweg handelt. Die Bäume am Fußweg vor der Volkshochschule werden entfernt. Über den Verbleib der dort vorhandenen Baumscheiben wird beraten. Am Reuthübel wird es für die schlechte Entwässerungssituation vorerst keine Lösung geben. Ein Anschluss musste zu den Akten gelegt werden, da sich nicht alle Anwohner beteiligen möchten. Welche Mängel schnell behoben werden können, was einfach so hingenommen werden muss, welche Probleme zur nächsten Begehung 2015 noch immer bestehen und wie langfristig die Planung aussieht, erfahren die Anwohner zur Bürgerversammlung am 7. Dezember in der Herbartschule.  S. Rössel