Plamag: Neuer Investor soll Anfang Mai vorgestellt werden

Die ursprünglich für Ende dieser Woche in Aussicht gestellte Präsentation eines neuen Investors für den Plauener Druckmaschinenhersteller Plamag verzögert sich. Derzeit gebe es noch Gespräche um "einige Details" der Übernahme, "voraussichtlich Anfang Mai" werde der künftige Eigentümer präsentiert, sagte am Donnerstag der Sprecher des Insolvenzverwalters, Alexander Görbing. "Das Kaufinteresse ist unverändert", fügte er hinzu. Details zum Investor und seinem Konzept nannte er unter Verweis auf die noch laufenden Verhandlungen nicht.

Die Plamag hatte seit der Wende zum Druckmaschinenhersteller Manroland gehört, der Ende 2011 Insolvenz anmelden musste. Während für die beiden anderen Manroland-Standorte Offenbach und Augsburg schnell neue Eigentümer gefunden wurden, ging Plauen zunächst leer aus. Deshalb fungiert Insolvenzverwalter Werner Schneider immer noch als Hauptgesellschafter der Plamag. Von den zuletzt 700 Mitarbeitern sind seit 1. Februar nur noch rund 350 beschäftigt. Auf der Suche nach einem neuen Investor hatte Schneider auch Rückschläge hinnehmen müssen. Vor einem Monat war bekanntgeworden, dass der Allgäuer Autozulieferer Berger abgesprungen war.

Berger hatte sich die Plamag nach Gewerkschaftsangaben ursprünglich mit der Lübecker Possehl-Gruppe teilen wollen. Von diesem Modell hatte sich die IG Metall auch wieder einen baldigen Stellenaufbau versprochen. Zu den Interessenten, die danach im Gespräch waren, gehörte mit MN Maschinenbau Niederwürschnitz auch ein sächsisches Unternehmen. Ihm werden nur wenig Chancen auf die Übernahme der Plamag eingeräumt.