Pfötchenweihnacht für Czarek?

24 Schneeflöckchen aus der Drechslerei Kuhnert Rothenkirchen verbergen sich hinter den Türchen unseres Adventskalenders. Alle erzählen eine Geschichte, wie die von Katze Hummel und vom polnischen Hund Czarek, die beide im Plauener Tierheim gelandet sind.

Plauen - Wer hat ein Herz zu verschenken an einen tierischen Bewohner? Schneeflöckchen hält Ausschau und bringt zur traditionellen Pfötchenweihnacht am 24. Dezember schon mal ein Lebkuchenherz mit zum Galgenberg.
Da ist zum Beispiel Hummel, die grau getigerte Katze, die ihren Namen bekommen hat, weil sie ein klein wenig pummelige ist. Sie ist etwa zwei Jahre jung und wurde samt ihrer drei Katzenkinder ausgesetzt. "Als wir sie bekamen, war sie mehr tot, als lebendig", erinnert sich Antje Kausch vom Tierheim. Die junge Katzen-Mama wurde aufgepäppelt, ihre Katzenkinder vermittelt. "Es wäre nun toll, wenn auch unsere Hummel ein gemütliches Plätzchen bei einem lieben Menschen findet", spricht die Tierpflegerin den geheimen Katzenwunsch aus. Beachten sollten die möglichen Tier-Eltern jedoch, dass Hummel leider eine schwache Nierenfunktion hat und daher im Monat für etwa 40 bis 50 Euro Medikamente benötigt, die regelmäßig ins Futter gemischt werden sollten.
 Doch Hummel ist nur eines von vielen Tieren, die aufopferungsvoll betreut werden im Tierheim Plauen. Auch alle anderen Bewohner haben so ihre Wünsche. Und weil sie es nicht selbst können, haben Menschen die Wünsche aufgeschrieben und an den großen Tannenbaum gehängt. Der steht im "Fressnapf" Plauen und findet enorme Aufmerksamkeit. Mehrfach wurden alle Wünsche "gepflückt" und neue sind nachgewachsen.
"Wir freuen uns sehr über diese großzügige Unterstützung", bringt es Antje Kausch auf den Punkt. Wer den Wunschzettel-Wunsch nicht selbst vorbei bringt, für den übernimmt der Fressnapf den Sammeltransport. "Zur Pfötchenweihnacht am 24. Dezember wird so fast eine Stube voll", lobt Tierfreundin Kausch.
Auf ein Weihnachtswunder hofft auch Czarek aus Polen. Der hübsche Kerl hat längst die Herzen der Tierheimmitarbeiter erobert. Futterneid kennt er nicht. Es ist auch kein Problem, wenn er sich von einem Spielzeug trennen soll. Problematisch wird es nur, wenn sein neuer Menschenfreund einmal ohne ihn weggehen will. Dann bellt Czarek und will mit. In Polen wurde er aus diesem Grund bereits zweimal zurückgebracht ins dortige Tierheim. "Das macht ihn natürlich noch misstrauischer und verstärkt das Problem", will Antje Kausch nix beschönigen. Doch sie ist sicher, ein Hundebesitzer mit ein wenig Erfahrung, bekommt das in Griff. Viel Glück Czarek und all den anderen Tieren!                                                                                                Marlies Dähn