Pfälzer Künstler geht in Auerbach auf Spurensuche

Auerbach - Die "Nachtkussband" eröffnet heute Abend die aktuelle Ausstellung in Auerbachs Göltzschtalgalerie. Die Präsentation mit dem Titel "Lineare Verknüpfungen" zeigt Werke des Künstlers Matthias Strugalla.

 

Mit ihrer musikalischen Umrahmung wird die "Nachtkussband" die Gäste der Vernissage auf die anspruchsvolle grafische Kunst einstimmen.Matthias Strugalla lebt und arbeitet in Pirmasens, einer Stadt in Rheinland-Pfalz. Geboren wurde der Mann allerdings 1948 in Auerbach. "Als ganz kleines Kind haben ich mit meinen Eltern die Stadt und damit das Vogtland verlassen. Nun freue ich mich, dass ich mit meiner Ausstellung in der Göltzschtalgalerie zu meinen Wurzeln zurück gekommen bin", betont Strugalla.

 

Der studierte Kunstpädagoge nutzt daher die Zeit im Vogtland nicht nur zur Vorbereitung seiner Ausstellung, sondern auch zur Spurensuche. "Auerbach ist ein schönes Städtchen, vor allem die gut sanierte Altstadt hat es mir angetan", so der Künstler. Zu gern wollte er wissen, wo sein Geburtshaus stand und recherchierte daher im Stadtarchiv. "Geboren wurde ich am Altmarkt Nummer sieben. Dort gründete mein Vater kurz nach dem zweiten Weltkrieg auch die damalige Auerbacher CDU-Ortsgruppe. Meine Taufkirche am katholischen Berg habe ich mir auch angeschaut", berichtet Strugalla. In seiner Personalausstellung zeigt der Künstler Bilder, die mit Graphitstiften, verdünnten Tuschen und Acrylfarben entstanden sind. Alle sind in schwarz-weiß gehalten und regen zur Phantasie an. "Ich widme mich in meinen Werken unseren Sehnsüchten, Hoffnungen und Träumen. Denk- und Arbeitsvorgänge möchte ich in den Zeichnungen auf einen ästhetischen Punkt bringen", erklärt der 62-Jährige. H.H.