Persiluhr tickt falsch

Der historische Zeitmesser am Oelsnitzer Heppeplatz zeigt an seinen vier Zifferblättern an der Spitze zwei verschiedene Zeiten an - die richtige und eine um zwei Stunden versetzte "Phantasiezeit". Das muss sich ändern.

Von Renate Wöllner

Oelsnitz - Die Fehlfunktion war auch den Stadträten aufgefallen und vielfach gegenüber der Stadtverwaltung moniert worden. Doch Abhilfe ist nun in Sicht, berichtete Stadtbaumeisterin Kerstin Zollfrank auf Anfrage von Marion Schröder (CDU) in der Sitzung am Mittwoch. Die Auftragsvergabe sei erfolgt, an Uhrmacher Reinhold und das Werbestudio von Carina Weber für die Zifferblätter. Nur noch ein Hindernis stehe der Ausführung im Weg. Der Uhrmacher benötige für seinen Job eine Hebebühne. Nach einer Firma, welche ein solches Gerät ausleiht, wird nun gesucht. 
Die Persiluhr hatte Oelsnitz auf Privatinitiative der "Sperken" Lothar Schimmack, Gottfried Schnauder und Friedemann Schuster erhalten. Am 9. September 2000 war das Schmuckstück unter der Anteilnahme von 400 Leuten eingeweiht worden. Die 100 000 D-Mark Anschaffungskosten trug damals die Firma Henkel. Die historische Persiluhr, die seit 1928 um die Ecke gestanden hatte, war 1962 abgerissen worden - ähnlich wie zwei spitzgiebelige Altstadt-Häuser in der Nachbarschaft. Sie war ein beliebter Punkt, um sich mit seinem Schatz zu treffen. 
Die Wartung hat nun die Stadt "geerbt". Die nächste Aufgabe kündigt sich mit den Bänken um die heutige Anlage an. Sie bedürfen der Erneuerung, die Latten sind morsch.