Pausaer Retter bei Hochwasser

Pausa - Drei Rettungsschwimmer aus Pausa helfen auch außerhalb des Vogtlandes. Bei Hochwasser können sie deutschlandweit und in europäischen Nachbarregionen eingesetzt werden.

 

Die Ortsgruppe Pausa der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft zählt 33 Mitglieder; ihr Haupteinsatzgebiet zur Badesaison ist das Freibad am Butterberg. Tom Herrmann, Pierre Gonzalez und Uwe Jung sind seit Mai auch überregional im Einsatz als freiwillige Hochwasserhelfer im Rettungszug des DLRG-Landesverbandes Sachsen.

Die Rettungsschwimmer sollen im Ernstfall Rettungsmaßnahmen "wasserseitig", auch mal Sandsäcke aufstapeln und mit dem Boot Personen aus überschwemmten Gebieten retten. "Uns erwartet im Ernstfall sicher furchtbares menschliches Leid, Tragödien durch zerstörtes Hab und Gut", sagte der 44-jährige Elektriker Uwe Jung. Ähnlich sieht es der Jüngste der Drei, der 26-jährige Maurer Pierre Gonzalez, der sich als junger Vater privat gerade eine Existenz aufbaut: "Wir richten uns mental auf das Schlimmste ein - und nicht nur auf Sandsäcke stapeln."

Die Drei saßen in diesem Jahr schon dreimal auf gepackten Koffern, wie Jung ihre Situation im Voralarm benennt. Das war zu den Hochwassern an Oder, Neiße und Schwarzer Elster. "Denn die Helfer müssen wie bei der Feuerwehr ständig vorgehalten werden" ergänzt Tom Herrmann. Der 42- jährige Servicetechniker ist wie seine Mitstreiter froh, dass ihre Arbeitgeber dem ehrenamtlichen Tun wohlwollend zur Seite stehen.  j. st.