Pausaer holen Top-Ringer nach Plauen

Vom 22. bis 24. März haben in der Plauener Einheit-Arena die Ringer des Sagen. Die besten Junioren des Landes kämpfen um die Deutschen Meistertitel im griechisch-römischen Stil. Bereits zum sechsten mal richtet der KSV Pausa eine solche Großveranstaltung aus. Routine ist es trotzdem nicht.

Von Mario Wild

Pausa/Plauen - "Aus der Kalten schüttelt man das nicht heraus. Jede Meisterschaft ist eine neue Herausforderung", so Ulrich Leithold,
1. Vorstand des KSV Pausa. Eine Herausforderung, der sich die Pausaer im Zwei-Jahres-Rhythmus seit dem Jahre 2009 bereits zum sechsten Mal stellen. Am übernächsten Wochenende wird die Sporthalle an der Wieprechtstraße, in der sonst die Handballer des HC Einheit Plauen in der Mitteldeutschen Oberliga im Einsatz sind, also erneut fest in Ringerhand sein. Bereits am kommenden Mittwoch erfolgt die Schlüsselübergabe, am darauffolgenden Montag, 7 Uhr, muss die Halle wieder blitzblank übergeben werden. Rund 130 Athleten sind am Start - mit Helfern, Trainern, Kampfrichtern und Funktionären werden rund 200 Personen mit von der Partie sein. 
Der KSV Pausa schickt fünf Sportler ins Rennen: Nils Buschner, Tobias Knittel, Chris Militzer, Kevin Drehmann und Jannik Schulz. Und noch ein weiterer Vogtländer greift ins Geschehen ein - Paul Tschersich vom ASV Plauen. Damit stellen die Vogtländer die Hälfte des gesamten sächsischen Aufgebots.
"Ein bis zwei Medaillen sollten für das Vogtland schon drin sein", sagt Landestrainer Andreas Bering. Namen der Kandidaten für Edelmetall wollte er allerdings nicht nennen. Diese Zurückhaltung legte sich Horst Steinert von den Alten Pausaer Athleten nicht auf: "Vor allem auf Kevin Drehmann und Nils Buschner ruhen unsere Hoffnungen."
Ohne die Alten Pausaer Athleten geht am Meisterschafts-Wochenende nichts, machen sie doch einen gehörigen Anteil der rund 100 Helfer aus, die für die Organisation notwendig sind. "Wir wissen, wie engagiert die Pausaer an die Sache herangehen. Das ist einmalig", so Dr. Joachim Kühn, Präsident des Sächsischen Ringerverbands. Von daher sei es keine Frage gewesen, die KSV-Bewerbung zur Ausrichtung der Meisterschaft zu unterstützen. Nicht umsonst wurde mittlerweile der Spruch erfunden: "Ganz Pausa wohnt für drei Tage in Plauen." Und für einige wird es quasi ein Job rund um die Uhr sein - inklusive Übernachtung in der Wettkampfstätte. "Trotz der Hektik macht es auch Spaß", betont Leithold - auch deshalb, weil die Zusammenarbeit mit den Partnern und Ämtern funktioniere - beispielsweise mit den Handballern des HC Einheit Plauen oder dem Berufsschulzentrum "Anne Frank".
Zum Nulltarif gibt es die Ausrichtung der Titelkämpfe übrigens nicht - "eine fünfstellige Summe ist fällig", so Leithold.
"Hans Dampf in allen Gassen" - so könnte der Spitzname für Andreas Seidel lauten. Der stellvertretende Pausaer Bürgermeister wird zur Deutschen Meisterschaft nicht nur als Hallensprecher, sondern auch als Technischer Leiter und Chef des Organisationsbüros fungieren.
Am Freitagabend (22. März) finden das Wiegen und die Auslosung statt sowie die Generalprobe der Eröffnungsfeier - dies unter den Augen von Sachsens Ministerpräsident Michael Kretzschmar, der sich angekündigt hat. Nach der feierlichen Eröffnung am Samstag, 9.30 Uhr, wird das erste Duell auf der Matte Punkt 10 Uhr angepfiffen. Am Sonntag steigen dann die Finalkämpfe in den zehn Gewichtsklassen - gegen 13 Uhr soll die letzte Siegerehrung über die Bühne gehen.
Anschließend trifft sich das Organisationskomitee zum traditionellen gemeinsamen Mittagessen, bevor es ans Abbauen geht. Ob sich dabei schon Gedanken gemacht wird, welche Meisterschaft der KSV Pausa im Jahre 2021 ausrichten will?