Pausa-Mühltroff: Jagdgenossen müssen wählen

Die Eingemeindung Mühltroffs nach Pausa lässt den Amtsschimmel wiehern. Das bekommen die Jäger dreier Jagdgenossenschaften zu spüren.

Pausa-Mühltroff/Langenbach - "Der ursprünglich angedachte Weg, die drei ehemaligen Jagdgenossenschaften Mühltroffs auf einfachem Weg neu zu gründen, ist nicht möglich", betonte Bürgermeister Jonny Ansorge zur Vollversammlung der Jagdgenossen Mühltroffs am Freitagabend in Langenbach.

Mit der Eingemeindung Mühltroffs nach Pausa seien die Gemeinschaften Kornbachs, Langenbachs und Mühltroffs erloschen und Bestandteil der Jagdgenossenschaft Pausa-Mühltroff geworden, war zu hören. Um wieder in den ursprünglichen Zustand zurück zu kehren, sei nach dem gültigen Sächsischen Jagdgesetz ein Teilungsbeschluss erforderlich, der eine geheime Abstimmung voraussetzt. Eigens zu diesem Zweck hatten sich 27 der rund 190 Mitglieder der formell nicht mehr existierenden Jagdgenossenschaften in der "Guten Quelle" Langenbachs eingefunden.

Einstimmig stimmten die Anwesenden der Teilung in die drei vormaligen Körperschaften zu. Der Beschluss ist trotz der geringen Zahl der Mitglieder rechtskräftig, da er nur die Mehrheit der Anwesenden benötigt und auch hinsichtlich der vertretenen Flächen (201,5 Hektar von reichlich 1700) keine Begrenzungen bestehen.

Erst nach der Bestätigung des Wahlergebnisses durch die Untere Jagdaufsichtsbehörde des Vogtlandkreises dürfen Vorstandswahlen in den dann wieder selbstständigen Jagdgenossenschaften Kornbach, Langenbach und Mühltroff stattfinden, gab Ansorge bekannt. va