Patenschaften für Plauener Problem-Kübel

Der Plauener Andy Darby alias Sven Jahn zeigt nach seinem kontroversen T-Shirt-Auftritt im Plauener Stadtrat nun eine andere Seite von sich. Den Problem-Kübeln in der Stadt schenkt der Galerist jetzt seine Aufmerksamkeit und bringt eine gute Idee ins Spiel.

Plauen - Was in anderen Städten längst gut funktioniert soll nun auch in Plauen angestoßen werden. Plauener sollen Patenschaften für Pflanzschalen in der Stadt übernehmen. Anstoßen möchte die Aktion der Plauener Galerist Andy Darby (Forum K). Mit gutem Beispiel wird voran gegangen.

Auf der Stresemannstraße hat Darby in Eigenregie einen einsamen und leeren Kübel mit Mittagsblumen, Sonnenhut und Schmuckkörbchen bepflanzt. Die Jungpflanzen hat er auf dem Wochenmarkt für knapp drei Euro gekauft. "Das ist nicht viel. Das können andere auch", so Darby. Die Pflege des Gefäßes will der Galerist übernehmen, dies hat er bereits angekündigt.

Der ideenreiche SPD-Stadtrat hat bei seinem Appell an alle Plauener vor allem die so genannten Problem- Kübel, bei denen die Bepflanzung bereits mehrfach von Unbekannten gestohlen wurde, im Auge. Damit die Sommerpflanzen in den Schalen möglichst nicht wieder herausgerissen werden, hat sich Darby eine Pflanzstrategie überlegt. "Ich habe Dinge gepflanzt, die groß werden und nicht gleich blühen." Der Plauener vermutet, dass die Blumen oft fehlen, weil sie bereits blühend und in voller Schönheit gepflanzt werden.

Um die Patenschafts-Aktion weiter ins Rollen zu bringen, sucht Darby nun den Kontakt zu Frank Thiele. Der künftige Geschäftsführer der WbG Plauen ist Leiter des Immobilienservices Plauen (ISP). Die ISP kümmert sich in der Stadt um die Grünflächen. Zusammen könnten die Kübel ausgewählt werden, für die eine Patenschaft sinnvoll erscheint, erläutert Darby seine Idee. Jede Schale sollte auch eine Markierung bekommen, damit jeder sieht, wer sich um sie kümmert.

Kurios: Darbys Kübel machte sich nach seiner Bepflanzung am Donnerstag plötzlich aus dem Staub und verschwand von der Stresemannstraße. Beim Gießen früh stand das Gefäß noch, sagt Darby. Kurze Zeit später war der Platz leer. Der Galerist ärgerte sich vor der Auflösung des Ganzen sehr über die Initiative der Stadt. Wochenlang habe der Kübel unbeachtet an der Stelle gestanden. Hintergrund war, dass der Kübel eigentlich woanders steht.

Doch da war er Vandalen ausgesetzt und deswegen stellte ihn die ISP kurzfristig auf die Stresemannstraße. Nun ist er also ein paar Hundert Meter weiter zu bewundern. Darby hofft auf Nachahmer. va