Ostthüringer Künstler zeigt Weida-Mühlen

Einst gab es mehr als 30 Mühlen an der Weida - fünf davon im sächsischen Vogtland: Die Ausstellung "Mühlen im Weidatal" wird heute mit einer Vernissage im Pausaer Heimateck eröffnet.

In Vorbereitung der Schau weilte der Maler und Grafiker Günther Eckardt aus Zickra bei Auma am Donnerstag in Pausa und gewährte einen Einblick in sein Schaffen. Der geborene Pausaer - Jahrgang 1933 - ist ein Ostthüringer Künstler, der sich seit vielen Jahren der Landschaftsmalerei verbunden fühlt.

Eckardt hat Holzbildhauer gelernt und nach der Arbeiter-und-Bauern-Fakultät in Dresden an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig studiert; Eckardt ist seit 1960 freischaffend tätig. Der Mühlenbilder-Zyklus entstand 1993 als Auftragswerk der Sparkasse Zeulenroda und befindet sich als Dauerleihgabe im Heimatmuseum der Stadt.

Sein Beitrag zur Ausstellung besteht aus 13 auf grauem Achatpapier mit Sepia dargestellten Mühlen; jede Zeichnung wird ergänzt von einem Foto eben genau jener Mühle. Zu jeder der meist in den Fluten beider Weidatalsperren versunkenen Mühlen ist ein geschichtlicher Abriss beigefügt - von der Haasenmühle als erster (nach der Quelle der Weida an der Landesgrenze zwischen Schönbrunn und Wolfshain) bis zur Mühle Mildenfurth, nahe der Mündung der Weida in die Weiße Elster.

Der Heimatverein hat - unterstützt durch das Heimatmuseum Zeulenroda und mehrere Mühlen - wieder eine Fülle von Material zusammengetragen. So sind zahlreiche Schriften und Bücher über die Tätigkeit der Mühlen zu sehen, Produkte und Gegenstände des Müllerhandwerks bereichern die ansprechende Ausstellung und auch im Hof des Heimatecks sind Gerätschaften zusammengestellt.  jpk