Ortsdurchfahrt Triebel gesperrt

Triebel  - Wegen Brückenbauten wird die Ortsdurchfahrt Triebel für mehrere Monate komplett gesperrt. Angesichts umständlicher Umleitungswege sorgt das in der Bevölkerung mächtig für Unmut.

 

Obwohl die Hinweise zu den beabsichtigten Brückenbauten des Straßenbauamtes zur jüngsten Gemeinderatssitzung nur im Tagesordnungspunkt "Informationen" zur vorgetragen wurden, bargen sie jede Menge Zündstoff.

Bürgermeisterin Ilona Groß informierte über die geplante Maßnahme. Nachdem die Arbeiten an der Albersbrücke am Abzweig nach Obertriebel begonnen haben, folgt demnächst die große Brücke in der Hauptstraße beim Fußgängerüberweg zwischen dem Geschäft Mergner und dem Gemeindeamt. "Dazu wird die Hauptstraße von 19. Juli bis Dezember diesen Jahres komplett für den Verkehr gesperrt", betonte sie. Sie forderte deshalb vom Straßenbauamt eine entsprechende Pressemitteilung, da von der Sperrung viele Pendler betroffen sind.

Für Henning Schönekerl, (Freie Wähler) ist damit das Maß voll. "Die Zumutbarkeitsgrenze für unsere Bürger ist erreicht." Der örtliche Handel und die Gewerbetreibenden werde systematisch benachteiligt. Als Beispiel nannte Schönekerl die Gaststätte Wick und die Autowerkstatt Servas auf der Straße nach Obertriebel. Seine Frage: Warum ist keine halbseitige Sperrung mit Ampelbetrieb möglich, wie derzeit bei der Albertbrücke? Die Begründung lieferte Groß mit dem Hinweis auf die Berufsgenossenschaft Bau, die deshalb keine Halbsperrung zulasse, da die Durchgangsbreite nicht mehr gegeben sei. Zudem sei es technisch nicht möglich. Eine halbe Brücke zu bauen, während die andere Hälfte befahren werde.

Kritisiert wurde der Umstand, dass es keine regulären innerörtlichen Umleitungen gebe, so dass lange Fahrten notwendig seien, um von einem Ende des Dorfes zum anderen zu kommen. Zudem sei die bestehende Umleitung von Tiefenbrunn nach Triebel vor allem für Auswärtige irreführend.

Erneut fiel dabei das Wort "Benachteiligung". Groß machte das an den nicht gemähten Ränder der Staatsstraße 307 fest, während in anderen Vogtlandkreisgemeinden das Gras bereits weg sei. Die groß gewachsenen Gräser behindern in die Straße einbiegende Autofahrer derart die Sicht, so dass diese sich langsam hinein tasten müsse, was gefährlich sei. Einmütig lehnte der Gemeinderat die vorgesehene Verkehrsregelung ab. Zudem soll das Straßenbauamt zur nächsten nichtöffentlichen Sitzung eingeladen werden. R. D.