Ortsbegehung in Stöckigt an "Problemzonen"

Insgesamt 14 Stationen standen auf dem Programm der Ortsbegehung Stöckigt. Zahlreiche Einwohner des Stadtteils waren der Einladung der Stadtverwaltung gefolgt.

Plauen - Bürgermeister Manfred Eberwein, Verantwortliche und Mitarbeiter der Stadtverwaltung, des Straßenbauamtes des Bauhofs und von ISP Stadtgrün informierten sich über die von den Bürgern eingereichten Mängel. Das Gelände des ehemaligen Spielplatzes und das benachbarte ruinöse Bauernhaus waren Ausgangspunkt der Begehung. Beide Orte sind in Privathand und machen einen ungepflegten Eindruck.

Eberwein informierte, dass es bereits Kontakte zum Besitzer gäbe. Er bekräftigte, dass es besser wäre, wenn in Stöckigt ein Ortsvorstand vorhanden wäre. Es sollte ein Vorschlag gemacht werden, wie das Gelände oder eventuell sogar das Haus genutzt werden soll. Erst dann könne die Stadt entscheiden.

Gerhard Färber erinnerte daran, dass dieses Gelände bereits vor fünf Jahren zur letzten Begehung Thema war und Manfred Dietze, beide aus Stöckigt, sprach davon, dass es in erster Linie um die Sicherheit ginge.

Vom Dach fielen Schindeln auf die Straße und der Wildwuchs wäre im Sommer eine Sichtbehinderung. Bürgermeister Eberwein forderte die Stöckigter auf, bei Gefahr in Verzug, eine Meldung im Bürgerbüro zu machen. Man werde an den Eigentümer herantreten oder den Mangel durch städtische Stellen abstellen lassen. Der zweite Anlaufpunkt war das Wartehäuschen. Der ungepflegte Ort befindet sich in unmittelbarer Nähe zum ersten Punkt. Schmierereien und Unrat laden nicht zum Verweilen ein. Die Bürger haben im Vorfeld den Vorschlag unterbreitet, eine der beiden Bänke an den Wanderweg zur Schanze umzustellen. Auch wolle man die Bänke und das Haus streichen.

Voraussetzung dafür sei, dass die Stadt die Farben stelle. Bei der Ortsbegehung am 17. April waren mehrere Straßen mit starken Schäden Anlaufpunkt. Fehlende Seitengräben, defekte Einläufe und Schlaglöcher wurden betrachtet. Kerstin Schicker, Dezernentin Bau und Umwelt, schlug vor, diese Sanierungsarbeiten in die Bauarbeiten zum Abwasserkanal einzubinden. Auf dem Weg zum Brauereiteich wurden die Anwesenden auf einen weiteren Schandfleck des Ortes aufmerksam gemacht. Am Erlengrund ist in den letzten Jahren ein Grundstück verwildert. Eingestürzte Dächer erinnern an bessere Zeiten. Eberwein appellierte an die Stöckigter, sich mit dem Eigentümer in Verbindung zu setzen und die Angelegenheit zu regeln.

Zunehmender "Landraub"

Bernd Knorr führte die Teilnehmer des Rundgangs zum Brauereiteich. Der Chef der Ortsfeuerwehr hatte vom Leiter der Berufsfeuerwehr Jörg Pöcker die Mitteilung erhalten, dass es sich hier um einen Feuerlöschteich handle. Allerdings sei dieser vor kurzem völlig leer gewesen. Eberwein zeigte sich überrascht und wies darauf hin, dass der Pächter des Brauereiteiches ein Ablassen unbedingt anzuzeigen habe. Da jetzt der Teich wieder gefüllt ist, blieb es bei dem Hinweis. Färber wies darauf hin, dass durch das Fehlen des Geländers eine Unfallgefahr bestände. Kerstin Schicker bemerkte, dass ein Geländer nicht dringend erforderlich sei. Von Seiten des Stadt werde die Angelegenheit geprüft.

Dann ging es zum Ferdinandsweg. Der Zustand des öffentlichen Weges lässt zu wünschen übrig. Der vordere Teil ist gut gepflegt, aber auch in Privatbesitz. Das hintere Stück wächst im Sommer zu und Brennnesseln machen den Weg unbegehbar. Uwe Hähnel vom Städtischen Bauhof sprach von Anliegerverantwortlichkeit. Es würde geprüft, inwieweit das hier zutreffe, so Eberwein. In diesem Zusammenhang versprach der Bürgermeister, den fortschreitenden "Landraub" zu prüfen. Durch landwirtschaftliche Betriebe würden die Wege teilweise ganz eingeackert. Das betreffe auch den Brandner Weg. Der Weg wird von den Grundschülern als Schulweg nach Oberlosa genutzt.

Eberwein wird prüfen lassen, wo die Grenzen verlaufen. In unmittelbarer Nähe, Zum Buchenberg, wurde über ein wilde Ausweichstelle beraten. Tiefbauamtsleiter Steffen Ullmann wird prüfen lassen, ob es sinnvoll sei, hier das Bankett mit Frostschutz zu befestigen und eine ordentliche Ausweichstelle zu schaffen. Der Stöckigtbach war ebenfalls ein Punkt der Kritik. Die Uferbefestigung sei unsachgemäß und würde in das Bachbett fallen. Von den Bürgern seien immer wieder Steine entfernt wurden. Der Verantwortlichen versprachen eine Lösung. ker