Optimismus und Skepsis

Die deutsche Veranstalterszene geht derzeit ziemlich auf dem Zahnfleisch. Das trifft natürlich auch auf die städtische Festhalle samt des hier verwalteten Parktheaters zu. Das Team schwankt zwischen Optimismus und Skepsis, denn die auf den Herbst verschobenen Veranstaltungen sorgen quasi für Stau im Terminkalender.

Von Ingo Eckardt

Plauen  "Wir probieren ab dem 10. Juli die ersten Veranstaltungen im Parktheater unter Abstands- und Hygieneregeln durchzuführen. Doch auch in der Festhalle laufen die Planungen - mit Optimismus, aber auch mit Skepsis", wie Ronny Bley, der Leiter der Festhalle berichtet. Für die Festhalle habe man derzeit wegen der vom Frühjahr in den Herbst geschobenen Veranstaltungen einen bereits ziemlich übervollen Plan. Dabei werde man aber wohl auf Konzerte und Tanzveranstaltungen generell verzichten müssen. "Fast alle größeren Veranstaltungen sind schon jetzt bestens gebucht. Dazu gibt es jetzt auch wieder Anfragen, bezüglich des Tagungsgeschäftes, und wie es mit den Messeveranstaltungen weitergeht, kann man seriös ja überhaupt noch nicht sagen. Selbst wenn zeitnah alle Corona-Schutzmaßnahmen aufgehoben würden, weiß man ja gar nicht, ob die Leute nicht trotzdem noch besonders vorsichtig und zurückhaltend sind", sagt Bley, der auch im Parktheater im Spätsommer noch ein paar Pläne hat.
So konzipiere man derzeit eine Art Sommerkino, das man auf dem oberen Gelände durchführen will. An gleicher Stelle soll auch noch im Spätsommer eine Akustik-Musikveranstaltung über die Bühne gehen, bei der regionale Bands und Newcomer ein Podium erhalten könnten. "Vielleicht ist es manchmal gar nicht so falsch, mal wieder Dinge auch ein wenig kleiner zu denken. Einige der jetzt erdachten Formate sind es sicher wert, auch nach Corona weitergeführt zu werden", so Bley.
Dass nicht nur der Sound und die Lichteffekte stimmen, sondern auch organisatorisch alles reibungslos abläuft - gerade in Zeiten coronabedingter Einschränkungen, dafür sorgt Marc Rost, IHK-geprüfter Meister für Veranstaltungstechnik. Er hat seine zweijährige Weiterbildung bei der IHK jüngst erfolgreich abgeschlossen. "Das war schon ambitioniert, zwei Jahre berufsbegleitend eine solche Qualifikation zu meistern. Gelernt hat man dabei unter anderem die Erstellung von Sicherheitskonzepten und Gefahrenplänen, aber auch Statik, Bühnenbau, Mitarbeiterführung, Buchführung, Rechtslehre und Kostenbewusstsein waren Lehrinhalte '", berichtet Rost, der auch die Hygienekonzepte für die Festhalle und das Parktheater erarbeitet hat.
Nach vielen Gesprächen mit dem Gesundheitsamt des Kreises habe man nun eine für beide Locations genehmigte Variante abgestimmt. "Die Grundlage wird natürlich dann jeweils auf die ganz konkrete Veranstaltung bezogen zu konkretisieren sein", erläutert der junge Veranstaltungsmeister.