Opfer des "Würgers von Trieb" legen Revision ein

Zwickau/Trieb - Das Strafverfahren gegen Rainer D., der in der Vorwoche vom Schwurgericht zu acht Jahren Haft verurteilt worden war wird vor dem Bundesgerichtshof fortgesetzt.

Die Kammer sah es als erwiesen an, dass der Melker am 11. Februar zunächst eine Kollegin auf dem Nachhauseweg überfiel und würgte und anschließend in gleicher Form auch über seine Chefin, in deren Büro im Milchgut Triebtal herfiel. Wie der Pressesprecher des Landgerichtes Zwickau, Altfrid Luthe auf Anfrage sagte, haben die beiden Opfer über ihre Anwälte eine Revision beantragt. Beide hatten in ihren Plädoyers eine lebenslange Haftstrafe für den Mann aus Mechelgrün gefordert. Sowohl der 50-jährige Angeklagte als auch die Staatsanwaltschaft hatten auf Rechtsmittel verzichtet und damit das Urteil akzeptiert.

Jetzt wird der Fall vor dem 5. Strafsenat des Bundesgerichtshofes in Leipzig noch einmal behandelt. Dabei steht allerdings nicht mehr die Tat selbst im Mittelpunkt, sondern vor allem die Frage ob die Verhandlung von rechtlichen Fehlern begleitet war, die zum Nachteil des Angeklagten wurden. dör