Offensive für Syrauer Waldstadion

Rosenbach/Syrau - Tolle Leistungen, nicht so tolles Stadion: "Zwischen den Leistungen der Leichtathleten des Sportclubs Syrau (SC) und den Möglichkeiten im Waldstadion hat sich in den letzten Jahren die Schere weiter geöffnet", sagte Jens Mannig, Vorsitzender des größten Vereins der Gemeinde (450 Mitglieder in sieben Sektionen) am Dienstag zur Ortschaftsratssitzung im Sportlerheim.

Die Entwicklung der Leistungen erfordert nach den Vorstellungen des SC unbedingt die Schaffung einer Tartanbahn für Lauf und Sprung. Von den drei in Plauen vorhandenen Bahnen ist nach Aussage von Vize Jochen Mai lediglich nur noch eine nutzbar, die auch vom SC und dem LATV regelmäßig genutzt wird. Allein die Tatsache, dass in Syrau 130 Kinder und Jugendliche auf hohem Niveau trainieren rechtfertigt nicht länger, Trainingseinheiten ständig nach Plauen zu verlegen, da selbst Plauener Sportler ständig in Syrau weilen. Neben den eigenen Sportangeboten wird das Waldstadion regelmäßig auch von der Grundschule Rosenbach und der Golle-Schule Mehltheuer sowie zu Sportfesten genutzt. "Erst kürzlich fand das Schulsportfest der Oberschule Pausa hier statt und über das Sportfest der Sektion am 15. September wurde in der Pressen berichtet", fügt Mai an.

Das Problem ist, dass die Einrichtung einer Tartanbahn Mittel zwischen 350 000 und 400 000 Euro erfordert. Fördermittel stehen bei diesem Finanzbedarf nur in Höhe von 30 Prozent zur Verfügung. Vorhaben bis zu 125 000 Euro werden hingegen mit 50 Prozent gefördert. Nach Jürgen Grünewald mache es keinen Sinn "mit anteiligen Vorhaben zu beginnen, um die 50 Prozent zu kassieren. Dann bliebe alles bruchstückhaft." Damit bezog er sich auf Mannigs Hinweis mit einer Summe von 40 oder 50 Tausend Euro die Entwässerung der zukünftigen Bahn zu schaffen, um dann nach zwei oder drei Jahren Pause für den Antrag auf weitere Fördermittel weiter zu machen.

Daher entschied sich der Ortschaftsrat nach Vorschlag von Jens Mantel einstimmig für den Vorschlag den Gemeinderat zu beauftragen, dem Bürgermeister Vollmacht für Finanzierungsmöglichkeiten des gesamten Vorhabens zu erteilen. jpk