Oelsnitzer Vollstrecker löst Bank-Krise

Die internationale Bankenkrise dauert an - in Oelsnitz wurde jetzt eine Bank-Krise gelöst.

Oelsnitz - OB Mario Horn begrüßte die Akteure Freitagmittag am Rodelhügel an der Weißen Elster - dort wo früher der Werkskomplex "Plauener Gardine" stand. Stadt- und Erlebnispark heißt das Terrain, seitdem die maroden Gebäude abgetragen und die Fläche saniert, mit Wegen und jungen Bäumen ausgestattet worden ist. Gerodelt wird auf dem eigens aufgeschütteten Hügel, wenn mal Schnee liegt. "Im Sommer grillen viele Leute hier", erzählte Horn. An Sitzen war bisher nur auf dem grünen Rasen zu denken. Da hatte Frank Abel eine Idee. Der einstige Vollstrecker des Rathauses genießt heute die Ruhephase der Altersteilzeit. Der 64-Jährige regte an, im Stadtpark Bänke aufzustellen, so dass müde Erwachsene sich niederlassen können.

Bei OB Horn stieß er damit auf offene Ohren. Das Stadtoberhaupt sprach mit den Geschäftsführern der städtischen Gesellschaften, Michael Fritzsch (Stadtwerke) und Bernd Glaß (Wohnungsgesellschaft). "Es war uns ein Grundbedürfnis, die Bänke zu stiften", sagt Fritzsch mit pfiffigem Lächeln. Stadtrat Klaus Dietzsch, Inhaber der gleichnamigen Schlosserei, am Freitag nicht mit vor Ort - stiftete die Namensschilder für die drei Bänke, welche den edlen Spender verraten - zu ihnen gehört auch Horn.

"Ein bisschen mehr Pep und Leben könnte der Stadtpark vertragen", meinte er. An eine Erweiterung sei aber nicht gedacht. Die Talsperrenverwaltung plane die Anlage eines Seitenarms der Elster, wodurch eine künstliche Insel entstehe, erinnert Horn an ein Vorhaben, welches seit Jahren geplant ist - Vogtland-Anzeiger berichtete. Die Landestalsperrenverwaltung stellt am Mittwoch im Stadtrat Hochwasserschutzmaßnahmen in Oelsnitz vor, wobei es sicher auch Aussagen zur Elsteraue gibt. Die Bänke sieht Horn "als weiteren Mosaikstein", um die Aufenthaltsqualität im Stadtpark zu erhöhen. Initiator Frank Abel drückte er seinen Dank mit freundlichen Worten und einer Flasche Elbwein aus. R.W.