Oelsnitzer Stadtwald bringt Geld und Ruhe

Gut bestellt ist es um den Oelsnitzer Stadtwald. Förster Thomas Liebetrau vom Staatsbetrieb Sachsenforst kümmert sich um die Bewirtschaftung. Im Stadtrat zog er für das zurückliegende Wirtschaftsjahr das günstige Resümee.

Oelsnitz - Buchenwald wird künftig im Revier mehr Raum greifen. Der Umbau des Waldes habe erhebliche Fortschritte erreicht. Das Revier steht kurz vor dem Ende des zehnjährigen "Forsteinrichtungszeitraums", der von 2005 bis 2014 reicht. Der Stadtrat beschloss einstimmig den Wirtschaftsplan fürs kommende Jahr. Geplant sind Aufwendungen von rund 29 791 Euro und Erlöse von 44 500 Euro. Dafür werden alte Fichten entnommen.

Trotz der Kosten für die Aufforstung infolge von der Nassschneekatastrophe von 2011 und von Stürmen steht am Ende der Zehnjahresplanung ein Gewinn von 107 000 Euro. Das entspreche 81 Euro pro Hektar und Jahr. Gut aufgestellt sei man beim Holzvorrat, der 2014 von 304 auf 308 Festmeter wachsen wird. Die Fichte wird Großbaumart bleiben. Beim Waldumbau habe die Rotbuche gegenüber der Douglasie Vorrang, weil sie vom Wild nicht so stark verbissen wird. "Wir wollen nicht das ganze Röhrholz einzäunen", meinte Liebetrau. Aufgeforstet werden sollen im Erholungsrevier der Oelsnitzer unter anderem 1,6 Hektar im südlichen Teil des Waldes.

Dort wird ein Rundweg provisorisch mit dem Bagger planiert. Dafür 1000 Euro für verkehrssichernde Maßnahmen zu verwenden, schlug Liebetrau vor. Gebaut werden im kommenden Jahr Zufahrtswege für die Feuerwehr entlang des Radweges, der im Entstehen ist, und vom Vorwerk in den Neumannsgrund. Insgesamt bewertete der Forstmann die Ergebnisse bei der Aufforstung des Oelsnitzer Stadtwaldes, von dem sich Teile auch bei Werda finden, als vorbildlich. R.W.