Oelsnitzer Stadtoberhaupt vermittelt im Streit

"Es ist richtig, dass die Oelsnitzer Stadtmarketing und Tourismus GmbH als Betreiberin der Museen Schloss Voigtsberg, Herrn Lupart, für die am 20. Februar erfolgte Präsentation mit Herrn Emmerlich im Fürstensaal auf Schloss Voigtsberg eine Rechnung gestellt hat", teilt auf Anfrage die Oelsnitzer Stadtmarketing und Tourismus GmbH mit.

Weil Lupart die "Vogtland-Ziehtute" übergeben habe, "angeblich im Auftrag des Landrates", aber weder bei der Stadt Oelsnitz noch bei der Stadtmarketing und Tourismus GmbH angemeldet war und dieser Termin mit der Avisierung eines Konzertes von Herrn Emmerlich erfolgte, sehe der Geschäftsführer der Stadtmarketing und Tourismus GmbH, Daniel Petri, in diesem Termin eine Präsentation von Herrn Lupart als Konzert- und Veranstaltungsorganisator und damit eine gewerbliche Nutzung der Räume auf Schloss Voigtsberg, welche nach gängiger Praxis auch mit einem entsprechenden Nutzungsentgelt belegt ist", wird begründet.

Der Termin noch Ort "waren weder mit der Stadt Oelsnitz, noch mit der Stadtmarketing und Tourismus GmbH, noch mit dem Schloss Voigtsberg abgestimmt." Es könne nach Auffassung der Oelsnitzer Stadtmarketing und Tourismus GmbH, nicht sein, dass öffentliche Objekte zur Darstellung Einzelner gebraucht werden. Petri unterstelle dabei Herrn Lupart durchaus die Absicht, "das Schloss Voigtsberg mit hochqualitativen Veranstaltungen bekannter zu machen". Auch von Seiten des Landratsamtes Vogtlandkreis seien weder Termin noch Ort diesbezüglich genannt worden.

Der amtierende Oelsnitzer Oberbürgermeister Mario Horn äußert sich dazu wie folgt: "Sicher war es nicht die feine englische Art von Ulrich Lupart. Ich kann verstehen, dass die Verantwortlichen vor Ort über den wiederholten Alleingang und die Vorgehensweise sauer waren. Im persönlichen Gespräch mit ihm und ganz besonders im Sinne einer weiteren Erhöhung des Bekanntheitsgrades unseres Schlosses Voigtsberg und der avisierten Veranstaltung von Gunther Emmerlich auf unserem Schloss habe ich die ausgestellte Rechnung an mich genommen und die Stornierung veranlasst."

Zu der Plakatierung des Konzertes "Wildecker Herzbuben" durch die Oelsnitzer Stadtmarketing und Tourismus GmbH schreibt diese: "Da für die zwei schwergewichtigen und großen Stars ausschließlich A1-Plakate verwendet werden, sei es möglich, dass kleinere Plakate daneben optisch untergehen. Plakate der Veranstaltung der 'Dorfrocker' wurden nicht überklebt."

Mario Horn hat die Oelsnitzer Stadtmarketing und Tourismus GmbH inzwischen angewiesen für die Zukunft mehr Sorgfalt bei der Plakatierung walten zu lassen und auch Ankündigungen anderer Veranstalter explizit zu beachten. Gleichzeitig drückt er seine Hoffnung aus: "Zwei solche hochkarätige Veranstaltungen in Oelsnitz innerhalb weniger Wochen - das trägt den Namen von Oelsnitz sicher weit über die Stadtgrenzen hinaus. Ich wünsche beiden Veranstaltern ausverkaufte Häuser", so das amtierende Stadtoberhaupt.

"Und das, zumal am 20. Mai nicht nur die Wildecker Herzbuben, sondern auch das Original Vogtlandecho die Bühne in der Vogtlandsporthalle stürmen werden, während der singende Wirt Silvio Kuhnert neben kulinarischem auch eine kleine Gesangsprobe geben wird", so Horn. va