Oelsnitzer Oberbürgermeister Horn abgetaucht

Oelsnitz - Noch keine 100 Tage im Amt und schon abgetaucht - könnten jetzt böse Stimmen von Oberbürgermeister Mario Horn behaupten. Wurde dem Oelsnitzer Stadtoberhaupt der Boden zu heiß unter den Füßen?

Hemd und Hose tauschte der 40-Jährige Sonntagnachmittag mit Flossen, Badehose, Taucherbrille und Pressluftflasche. Für das Equipment sorgte der Tauchverein Oelsnitz, der Horn zum Tag des Tauchers zum "Schnuppertauchen" in den Elstergarten eingeladen hatte. Schon nach kurzer Einweisung durch Uwe Hartl, den 2. Vorsitzenden, formt der OB mit Daumen und Zeigefinger das O(kay) - in der Tauchersprache das Zeichen, dass alles in Ordnung ist - unter Wasser kann man nicht reden.

Und ab geht das Gespann unter den Schwimmern hindurch die 50-Meter-Bahn entlang. "Hoffentlich tauchen sie wieder auf", meint Alina Carabello, Horns Ziehtochter, zu Mutter Jana. Es bleibt offen, wem ihre Sorge gilt - denn auch Marcel Herrmann, den Freund der jungen Frau aus Reichenbach, zieht es mit dem Luftschlauch im Mund unter Wasser. Doch alles geht gut. "Sehr entspannend" findet Horn den Tauchgang. Ob man ihn jetzt öfters abtauchen sieht? Der OB lacht: "Abwarten!" Ortswechsel und Jump ins Springerbecken. Durch dessen größere Tiefe drückt das Wasser schwerer auf den Körper. Nacheinander gesellen sich weitere Mitglieder des Vereins zur Tauchrunde.

Horn fischt ein Zwanzigcent-Stück vom Beckenboden. Zuwachs fürs Stadtsäckel? Horn überlegt nicht lange und schenkt die Münze dem Jungen Ben Leucht aus Oelsnitz, der mit Bruder Alex und Kamerad Christian gespannt zuguckt. Jetzt sei es zur Feier des Tages Zeit für ein Dekompressionsbier findet Taucherin Jana Hartl. Den Stoff - ein Fässchen Blondes - hat Horn mitgebracht. Renate Wöllner