Oelsnitzer Ausblicke

Der Abbruch der Halbmond-Industriebrache und die Sanierung der Kita an Stadion sind die größten Investitionen dieses Jahres in Oelsnitz. Oberbürgermeister Mario Horn hatte mit seinen Amtsleitern zum "Jahresauftaktgespräch" eingeladen.

Von Renate Wöllner

Für die beiden Vorhaben sind insgesamt neun beziehungsweise acht Millionen Euro eingeplant. Verbraucht für die Halbmond-Altfläche werden 2020/21 rund vier Millionen Euro, für die Erneuerung der Kita 2,3 Millionen Euro.
Die Stadt habe auf Anforderung weitere Unterlagen zur Industriebrache bei der Sächsischen Landesdirektion vorgelegt, berichtete Stadtbaumeisterin Kerstin Zollfrank. Dort werde im Februar eine Kommission über den Fördermittelantrag entscheiden, danach wisse man, wann mit dem Bescheid zu rechnen ist. Mit dem Abbruch der Halbmond-Ruinen, der europaweit ausgeschrieben werden muss, rechnet Zollfrank im Herbst. Für die neu entstehende Gewerbefläche von rund vier Hektar gebe es zwei Interessenten aus der Region. Deren Bekundung sei die Voraussetzung für den Förderantrag gewesen. Mitte 2022 soll die Fläche fertig erschlossen sein, so dass ab 2023 die Vermarktung erfolgen kann, erklärte Kämmerer Torsten Stengel.
In den Winterferien erfolgt der Umzug der Kita am Stadion in das dafür ertüchtigte Voigtsberger Schulgebäude, informierte Horn. Die Kindertagesstätte ist energetisch saniert. Dafür gab die Stadt 2019 rund 400 000 Euro aus. Für den nun folgenden Innenausbau mit der Erneuerung von Sanitäranlagen und Türen wird das Ausweichquartier in der ehemaligen Lernförderschule benötigt. Für die Kita wird es ein Intermezzo von rund vier Jahren. Nach dem Abschluss der Sanierungsarbeiten zieht erst mal die benachbarte Grundschule am Stadion in den Kindergarten, damit das Schulgebäude saniert werden kann.
Auch für die Kita "Kinderlachen" an der Forststraße "bleibt noch einiges zu tun", kündigte Horn an.
Der Kämmerer rechnet in diesem Jahr mit Erträgen im Haushalt von rund 12 Millionen Euro.
Er schätzt die voraussichtliche Einnahme an Gewerbesteuer auf 3,8 Millionen Euro - und damit so niedrig wie im Vorjahr. Je 2017 und 2018 hatte Oelsnitz fast sechs Millionen eingenommen. Dafür ist dieses Jahr die Allgemeine Schlüsselzuweisung mit rund 2,8 Millionen Euro um das Vierfache höher als 2019. Rund 4,1 Millionen Euro muss die Stadt Oelsnitz Kreisumlage zahlen.