Oelsnitz: Stausee durch Umgehungsstraße

Oelsnitz - Der Hochwasserschutz in der Oelsnitzer Elsteraue für den Bereich der ehemaligen "Plauener Gardine" ist noch in Planung, teilt Pressesprecherin Katrin Schöne von der Sächsischen Landestalsperrenverwaltung mit. Die Genehmigungsplanung werde erarbeitet.

"Aus heutiger Sicht ist die Ausführung der Baumaßnahme für 2015/2016 geplant, soweit finanzielle Mittel bereitgestellt werden", heißt es weiter. Geschätzte Kosten rund 900 000 Euro. Im Bereich des "Erholungs- und Erlebnisparks" soll ein Nebenarm der Weißen Elster geschaffen werden und damit eine Aufweitung des Abflussquerschnittes erfolgen. In der jüngsten Stadtratssitzung war das Hochwasser vom 1./2. Juni in der Elsteraue Thema. Abgeordneter Dr. Jürgen Schlick (DSU) - als Bewohner eines der überfluteten Häuser am Jahnteich besonders betroffen - berichtete vom kurzfristigen Besuch der LTV in diesem Bereich.

Am Jahnteich habe das Wasser einen Stand von 2,75 Meter erreicht, während es flussaufwärts an der Walkmühle 1,97 Meter hoch stand, so der Abgeordnete, der eine private Wetterstation unterhält. Durch den Damm der Umgehungsstraße habe sich bis Wohnhaus Knüpfer ein See gebildet. "Nur zehn Zentimeter höher - am Heppeplatz wäre Land unter", rügt Schlick. "Hochwasserschutz wurde beim Bau der Oelsnitzer Umgehung vernachlässigt." "Zum Bau der Umgehungsstraße von Oelsnitz und dem damit verbundenen Hochwasserschutz können wir als Landestalsperrenverwaltung nichts sagen" erklärt die Pressesprecherin. R.W.