Oelsnitz: Hochwasserschutz auf dem Prüfstand

Die Stadt müsse eine "Behelfsumleitung" für die B 92 vorhalten, forderte der Abgeordnete. Schlick bezog sich auf das Unwetter in der Nacht vom 30. Juni auf 1. Juli, als Starkregen und Hagel den Heppeplatz und die B 92 im Bereich Jahnteich unter Wasser gesetzt hatten. "Die Bundesstraße war eineinhalb Stunden überschwemmt", berichtete Schlick, der mit seiner Familie am Ufer der Weißen Elster wohnt.

In diesem Zusammenhang erinnerte er an "Überlegungen, im Hainbachtal ein Regenrückhaltebecken zu bauen". Der anerkannte Wetterbeobachter, der am Elsterfluss eine Wetterstation unterhält und regelmäßig Daten sammelt, warnte vor weiteren Überschwemmungen. "Die Niederschläge haben zugenommen", sagte er dazu.

Eine Vorplanung der Landestalsperrenverwaltung (LTV) zum Hochwasserschutz liegt im städtischen Bauamt zur Einsichtnahme für interessierte Bürger vor, berichtete der Stadtrat, der sich mit dem dicken Ordner bereits beschäftigt hat. Endlich Bewegung sollte nach Schlicks Meinung auch in ein anderes Vorhaben kommen - die Verlegung der Europastraße 49 weg von der B 92. Die Entlastung vom Transitverkehr sei Thema seit über zwei Jahren, komme aber nicht voran.

Angesichts größerer personeller Wechsel im Rathaus regte 1. Stellvertretender Bürgermeister Jens Persing (LuB) an, Havarie- und Notfallpläne der Stadt zu überprüfen und sicherzustellen, dass jeder Mitarbeiter über seine Handlungspflichten informiert ist. Oberbürgermeister Mario Horn informierte, dass Baumaßnahmen der Landestalsperrenverwaltung für den Hochwasserschutz erst für 2014/15 geplant sind.