Oelsnitz: Gymnasien krönen Zusammenarbeit

Zum Bau des Sprach- und Kommunikationszentrums an ihrer Schule hatte sie eine Informationstafel gestaltet und kürzlich zum Tag der offenen Tür vorgestellt. Nun berichtete sie per Power-Point-Präsentation über das Projekt vor den Stadträten.

Offizieller Baubeginn für das Sprach- und Kommunikationszentrum war am 13. April 2011. Das vom Landkreis getragene Vorhaben wird von Oelsnitz kofinanziert und mit EU-Mitteln des Ziel-Programms gefördert. Es entstehen Sprachkabinette mit 30 Arbeitsplätzen, ein Theater sowie ein Saal für 300 Personen, in dem Tagungen, Konzerte und Präsentationen stattfinden können, berichtete die Schülerin. Ziel sei, vielfältige Nutzungsmöglichkeiten zu schaffen.

Der Innenausbau der ehemaligen Schulturnhalle, in die eine Galerie integriert wurde, ist weitgehend abgeschlossen. Das 100 Jahre alte Gebäude erhielt eine neues Dach und neue Fenster. Jetzt werden Anbauten errichtet, durch welche sich ein neues Bild ergibt. Eingeweiht werden soll das Zentrum im kommenden Jahr.

Das gegenseitige Sprachenlernen an den beiden Gymnasien hat seit 40 Jahren Tradition. Begegnungen und Austausch erfolgen zum Beispiel beim alljährlichen Weihnachtskonzert des Julius-Mosen-Gymnasiums, beim Ausflug nach Dresden sowie auf sportlicher Ebene beim Mosen-Turnier.

Dabei lerne man in lockerer Atmosphäre sprachlich voneinander. Bei gemeinsamen Projekttagen in Schilbach wurden kürzlich Texte für die Miniatur-Ausstellung "Klein-Vogtland" ins Tschechische übersetzt. Für den Schüleraustausch, bei dem die Schüler am Unterricht im Partnergymnasium teilnehmen und in einer Gastfamilie leben, bestehe große Nachfrage. Mit dem Bau des Sprachzentrums werden die Kontakte ausgebaut.

Angestrebt wird, auch Kindergärten und weitere Bildungseinrichtungen in die Zusammenarbeit einzubeziehen. Das kulturelle Leben in Oelsnitz insgesamt wird aufgewertet, zeigte sich Lisa Weißbach überzeugt. Ihr galt der Beifall der Stadträte und herzlicher Dank von amtierendem Bürgermeister Mario Horn.