Oelsnitz fordert Umdenken bei Buslinie V-9

Kritisch gesichtet hat Oberbürgermeister Mario Horn den Entwurf der Präsentation "Vogtlandnetz 2019", mit dem der Verkehrsverbund Vogtland GmbH über die Erschließung des südlichen Elstertals mit Bus und Bahn informiert.

Oelsnitz - "Mit Verwunderung mussten wir feststellen, dass es bei einem der wichtigsten Hauptangebote, der Linie V-9 zu einschneidenden Veränderungen kommen soll", schreibt Horn an VVV-Geschäftsführer Thorsten Müller.

Die Linie habe bisher Plauen über Oelsnitz mit Bad Elster verbunden. Bei den neuen Planungen sieht Horn die mittelzentrale Funktion von Oelsnitz beschnitten. Ausdrücklich begrüßt der OB das Angebot, die Verbindung Plauen-Oelsnitz künftig im halbstündigem Takt zu bedienen.

Die Linie V-9 aber zwischen Oelsnitz und Bad Elster bis auf den Schülerverkehr einzustellen und stattdessen auf Vogtlandbahn und Rufbusse zu setzen, sehe man äußerst kritisch, weil die Bahnhöfe - auch der von Adorf - abseits der Stadtzentren liegen.

Die Planung stehe den Wünschen entgegen, die Innenstädte attraktiver zu gestalten. Für Oelsnitz und Umgebung würde die bequeme Erreichbarkeit kultureller Angebote sowie der Bade- und Kureinrichtungen erheblich eingeschränkt, für Bürger aus dem Oberland der Zugang zu Einkaufsmöglichkeiten, Wochenmarkt, Arztpraxen und Banken in Oelsnitz. Würden die Pläne des Verkehrsverbunds umgesetzt, wäre eine Fahrt von Oelsnitz nach Bad Elster mit zweimal Umsteigen verbunden.

Das wolle man der alternden Bevölkerung nicht zumuten, gibt Horn zu bedenken. Der ländliche Raum verliere weiter an Attraktivität. Der Verkehrsverbund solle seine Angebote nochmals überdenken. Horn lädt Geschäftsführer Müller zur Stadtratssitzung am 11. April ins Rathaus zur Diskussion ein. R.W.