Nussknacker-Soldaten gewinnen Schlacht gegen Mäusekönig

Bad Elster In einer glanzvollen Aufführung begeisterte der Ballettklassiker "Der Nussknacker" mit Musik von Peter Tschaikowski im König Albert Theater. Im Rahmen des Russischen Ballettfestival Moskaus gastierte das 1958 gegründete russische Staatstheater für Oper und Ballett Komi. Auf wunderbare Weise bezauberte das Ballett zur Adventszeit die Zuschauer mit erstklassischenen Tänzen voller Eleganz und Ästhetik in prachtvollen Kostümen und beeindruckenden Choreografien vor märchenhaften Bühnenbildern. Die weihnachtliche Geschichte vom Nussknacker und Mäusekönig wurde ursprünglich von E.T.A. Hoffmann geschrieben und von Tschaikowski nach einer Version des französischen Schriftstellers Alexandre Duma vertont.
Im Mittelpunkt der Ballettaufführung steht ein fröhlicher Weihnachtsabend, an dem die Kinder und die kleine Marie in Erwartung der Geschenke im Haus herumtollen. Unerwartet erscheint Zauberer Drosselmeier, der als Erfinder und Magier bekannt ist. Diesmal hat er herrliche Weihnachtsgeschenke für die Kinder vorbereitet: Mechanische Puppen in Kostümen, darunter eine Colombine, Pierrot und noch eine seltsame Puppe zum Öffnen von Nüssen - den Nussknacker. Den Kindern gefällt der hässliche Nussknacker nicht. Nur Marie drückt ihn zärtlich an sich und amüsiert sich über dessen seltsamen Gesichtsausdruck. Beim Spielen versucht Hans ihn der Schwester wegzunehmen, der Nussknacker zerbricht. Der Zauberer repariert ihn und erzählt Marie die Geschichte, dass der Nussknacker kein normales Spielzeug sei, sondern ein verzauberter Prinz, den der Mäusekönig in einen Nussknacker verwandelt hat. Nur Marie kann ihn retten, wenn sie den Zauber zerstört.
In zauberhaften Tänzen konnten die Zuschauer an den Abenteuern von Marie teilhaben. So erlebt sie eine Schlacht der vom Nussknacker angeführten Spielzeugsoldaten gegen das Heer des Mäusekönigs. Mit ihren guten Wünschen steht sie auf der Seite des Nussknackers, der so die Schlacht gegen das Heer des Mäusekönigs gewinnt und sich danach in einen Prinzen verwandelt und sie aus Dankbarkeit in den Märchenwinterwald entführt. Auf dem Weg dorthin wirbeln die Schneeflocken im Walzertakt und Marie erreicht mit dem Prinzen das Zauberland der wiedererweckten Spielzeuge. Die Bewohner des Zauberlandes beobachten bald eine Verwandlung des Mädchens in eine Märchenprinzessin. Ein Fest beginnt, Marie begibt sich auf eine Reise in ferne Länder. Zum Schluss brillierten Primaballerina Natalie Suprun als Marie und Rinat Bikmuchametov als ihr Märchenprinz mit einem beeindruckenden Pas de deux. An ihrer Seite glänzten die Tänzerinnen des Schneeflocken-Walzers und die Solo-Tänzer der wunderbaren spanischen, arabischen, chinesischen und russischen Divertissements. Steffen Adler