Note 2,1 für Plauener Weihnachtsmarkt

Auch in diesem Jahr sind die Weihnachtsmarkttester des MDR wieder in Mitteldeutschland unterwegs, um den schönsten Markt zu küren. Den Auftakt bildete Meißen am 26. November, als letzter Markt wird sich Chemnitz am 23. Dezember präsentieren. In Plauen schauten sich die Tester am 3. Dezember um. Mit welchem Ergebnis?

Plauen Die begehrten Noten, aus denen sich ein Gesamtergebnis zusammensetzt, werden nach verschiedenen Kriterien vergeben. Natürlich weiß auch MDR-Moderator Silvio Zschage, dass bei seinem nur wenige Stunden dauernden Besuch der einzelnen Märkte viel Subjektives eine Rolle spielt. Denn möglicherweise ist ausgerechnet der eine von ihm getestete Glühwein nur lauwarm oder der "Schuss" zu gering, und vielleicht sind die befragten Passanten aus den unterschiedlichsten Gründen nicht so gut drauf - für einen Trend reiche die Visite aber allemal, weiß der Moderator aus Erfahrung, denn die Bewertungen gibt es bereits seit zehn Jahren. Im Vorjahr konnte übrigens Neustadt/Sachsen den nicht ganz so bierernst gemeinten Test für sich entscheiden.
Was aber brachte nun der Besuch in Plauen zutage? Ein Alleinstellungsmerkmal ist der Spitzenstadt schon mal nicht zu nehmen: Weihnachtsmärkte finden hier seit 300 Jahren statt.
Weihnachtsatmosphäre
"Die Buden sind wieder schön geschmückt und Weihnachtsmusik ist überall zu hören", stellt Zschage fest. Allerdings gäbe es Kritik an der Beleuchtung - die war in den Nebenstraßen trotz Dunkelheit nicht in Betrieb, bemängelt nicht nur der Tester, sondern auch die von ihm befragten Besucher. Viele hätten zudem die Lichter am schönen Weihnachtsbaum als zu matt und dadurch zu "kalt" empfunden. Note 1,8
Unterhaltung
Hier, so befindet Zschage, habe Plauen nachgebessert. Wurde im Vorjahr noch das fehlende Bühnenprogramm am Nachmittag kritisiert, hätten nun 15.30 Uhr Kinder einer Kita getanzt, so der MDR-Mann. Um genau zu sein: Es handelte sich um die Kinder der Kita Wirbelwind, und mit Verlaub, Herr Kollege: Ein abwechslungsreiches Bühnenprogramm für und von den jüngsten Besuchern gab es auch im Vorjahr schon.
Positiv bewertet wurde die Vielzahl der Stände - allerdings hätten einige Besucher kritisiert, dass immer die gleichen Anbieter präsent seien. Auch hier darf angemerkt werden, dass dies wohl auf den meisten Weihnachtsmärkten in Deutschland so sein dürfte, da sich die Händler oft langfristig an einen Standort "binden". Und wenn sie alle Jahre wieder erscheinen, dann könnte man dies freilich auch als Ausdruck der Zufriedenheit mit "ihrer" Kommune werten. "Etliche Eltern" hätten kritisiert, dass die "Wichtelstube" nur am Wochenende geöffnet sei und auch eine kleine Backstube für Kinder den Markt aufwerten würde. Note 2,0
Preise
Glühwein für drei Euro (es gibt allerdings auch welchen für vier Euro), Bratwurst drei Euro (auch hier gibt es teurere Anbieter), gebrannte Nussmischung 150 Gramm - sechs Euro. So richtig seien sich die Besucher nicht einig gewesen, was die Preise angeht, konstatiert Zschage. Zur _Ehrenrettung führt der Moderator Gratis-Toiletten ins Feld. Note 2,6
Service
Hier habe Plauen nachgebessert. Viele Jahre seien die fehlenden Informationen zum Bühnenprogramm kritisiert worden. Jetzt, hat Zschage beobachtet, würden Aufsteller auf das Tagesprogramm hinweisen. Die Parkplatzsituation um den Markt wurden von den Befragten als "normal" empfunden. Note 1,9
Fazit: Mit einer Gesamtnote von 2,1 rangiert Plauen mit Zwickau gleichauf. Für den Sieg wird es aber nicht reichen, denn bereits jetzt liegen Bautzen und Freiberg (2,0) sowie Grimma (1,4) vor Plauen. Dahinter reihen sich momentan Geithain (2,2), Meißen (2,3), der Dresdner Augustusmarkt (2,4) und Glashütte (2,6) ein. top