Noch sieben Mal sonntags shoppen

PlauenDer Ausschuss für Wirtschaftsförderung hat während der jüngsten Sitzung dem Stadtrat sieben verkaufsoffene Sonntage für dieses Jahr zur Beschlussvorlage vorgeschlagen. Neben zwei Adventsonntagen (9. und 23. Dezember) sind der 30. September (Gedenktag für die Friedliche Revolution in Plauen 1989) bereits terminiert.

Drei Unternehmen der Stadt beantragten weitere Sonntage zum Einkaufen. Das Möbelhaus Biller will am 4. März anlässlich des Europäischen Bauernmarktes in der dortigen Veranstaltungshalle öffnen, für den gleichen Tag hat der Elektronikanbieter Media Markt ebenfalls Ladenöffnung anlässlich des Bauernmarktes und eines eigenen Events beantragt. Der Elsterpark und der Plauen Park planen für ihre Standortgeburtstage am 1. April und am 4. November die Sonntagsöffnung der Zentren. "Wenn sich die Parks in Kauschwitz und Chrieschwitz davon ein gutes Geschäft versprechen, soll man sie nicht daran hindern", meinte FDP-Stadtrat Andre Bindl. Klaus Gerber (Bündnisgrüne sah die Angelegenheit weniger leger. "Ich finde, dass man die Gestattung für verkaufsoffene Sonntage im Zusammenhang mit Jubiläen oder ähnlichem auf runde Geburtstage beschränken sollte."

Die Gewerkschaft Verdi war über die Vorlage informiert und um Stellungnahme gebeten worden. Uwe Knoll, Beratender Bürger im Förderausschuss, machte in einer Anfrage darauf aufmerksam, dass Verdi in ihrer Stellungnahme ausgeführt habe , dass sowohl Biller als auch Media Markt keinen Betriebsrat haben und nicht an Tarifverträge gebunden seien.

Es sei zu kontrollieren, inwieweit die gesetzlichen Bestimmungen über Arbeitszeiten eingehalten werden. Erfolgt dies und wenn ja, wie oft wird kontrolliert?" Bürgermeister Manfred Eberwein nahm die Anfrage zur Bearbeitung durch die Stadtverwaltung entgegen.