Noch schwitzen in der neuen Sauna nur die Bauarbeiter

Nicht mehr ganz so lange müssen die Plauener auf ihre neue Sauna warten. Am neuen Stadtbad an der Hofer Straße entsteht seit Mai im Eiltempo die wohl modernste Saunalandschaft des Vogtlandes.

 Zuvor ist allerdings lange und intensiv um den Neubau diskutiert worden. Ohne Erfolg wurde monatelang ein passender Privatinvestor gesucht. Bauherr ist nun die städtische Immobilienservice Plauen GmbH, ein Tochterunternehmen der Wohnungsbaugesellschaft Plauen. Laut Geschäftsführer Gunter Färber laufen derzeit alle Arbeiten auf der Baustelle nach Plan. "Es gibt keine Verschiebungen oder Probleme im Bauablauf", so Färber gegenüber Vogtland-Anzeiger: "Im Moment sind die Bauarbeiter über dem Rohbau. Das Erdgeschoss ist bereits nahezu fertig. Wir liegen mit den Arbeiten nicht schlecht." Der Rohbau soll bis August vollständig stehen. Danach wird die Fassade montiert und die Dachdecker rücken an. Die Außenhülle der neuen Sauna soll sich bis Ende November in ihrer endgültigen Form präsentieren. Für Gunter Färber ist es die erste Sauna, die er baut und wie er sagt: "Hoffentlich auch die letzte."

Der Zeitplan für die Arbeiten ist eng geknüpft worden. Ein wahres Mammutprogramm muss innerhalb der geplanten acht Monate Bauzeit bewältigt werden. Bereits Ende Januar 2010 sollen im neuen Plauener Dampfbad die ersten Saunafans begrüßt werden. Um dieses ehrgeizige Ziel zu erreichen, müssen alle Verantwortlichen Hand in Hand arbeiten. Auch das Wetter muss passen und es dürfen keine unverhofften Probleme bis zur Eröffnung auftauchen, fast Färber zusammen. "Anfang Januar wollen wir mit dem Probebetrieb beginnen. Die gesamte Wassertechnik und alle Anlagen müssen eingestellt und aufwendig geprüft werden, bevor es losgehen kann".

Für den Neubau der Sauna sind bislang 3,1 Millionen Euro vorgesehen. Ob diese Summe eingehalten werden kann, ist unklar. Eine ausführliche Kostenübersicht für die zu erbringenden Elektroleistungen steht noch aus. Diese Größe könnte die Gesamtsumme zum Schluss noch eventuell nach oben treiben.

Das neue Sauna-Gebäude kann mit zahlreichen Alleinstellungsmerkmalen aufwarten. Verteilt auf zwei Etagen entstehen vier verschiedene Saunen. Das Highlight wird sicher die Finnische Außensauna werden. Im Haus wird es neben einer weiteren Finnischen Sauna und einer Dampfsauna auch eine so genannte Softsauna geben. Diese ist mit ihren verhältnismäßig niedrigen Temperaturen und geringerer Luftfeuchtigkeit besonders für Einsteiger geeignet. Zudem verwöhnt die Wellness-Sauna mit Musik, Duft und harmonisch wechselnden Licht.

 Verbunden sind die Heißluftbäder unter anderem mit einer Säulenwendeltreppe, die an die frühere Sauna erinnern soll. Ältere Saunagänger oder Menschen mit Behinderung können auch einen Fahrstuhl benutzen. Komplettiert wird das breite Spa-Angebot mit mehreren Ruhezonen, Kalt- und Warmbecken.

 Eine Lichtkuppel wie in der alten Sauna wird es aus Kostengründen nicht geben, sagt Färber. Ein Blickfang wird im unteren Bereich ein großes rundes Warmbecken mit einer Säulenumrandung sein. Durch einen Lichthof fällt zudem Tageslicht auf das Wasser. Im oberen Bereich der Sauna wird es neben einem direkten Zugang zur Herrenhalle des Stadtbades auch eine großzügig angelegte Außenterasse sowie ein Gastronomiebereich mit Getränken und kleinen Snacks geben.

 

Ein gemeinsamer Eingangsbereich für Bad und Sauna drückt zukünftig die Zusammengehörigkeit beider Anlagen aus, die nach allen Bauarbeiten sichtlich verschmelzen werden.  Betrieben wird die neue Sauna von der Freizeitanlagen Plauen GmbH. Zum Unternehmen gehören neben dem Stadtbad auch die beiden Plauener Freibäder in Haselbrunn und Preißelpöhl. mar