Nicht immer Arbeitslos melden

Mit dem Ende der Schulzeit und dem Ausbildungs- oder Studienbeginn können sich Änderungen beim Anspruch auf Kindergeld ergeben. Grundsätzlich wird das Kindergeld bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres gezahlt.

Für Kinder über 18 Jahre besteht bis zum 25. Lebensjahr weiter Anspruch, wenn sie innerhalb der nächsten vier Monate ein Studium, eine betriebliche oder schulische Ausbildung oder ein freiwilliges soziales oder ökologisches Jahr beziehungsweise einen sonstig anerkannten Freiwilligendienst beginnen, teilt die Agentur für Arbeit Plauen mit.

Schulabgänger des Jahres 2012, die sich ihres Studien- oder Ausbildungsbeginns sicher sind, können sich demnach den Gang zur Arbeitsagentur ersparen. Hintergrund ist die Regelung der Rententräger, wonach Zeiten bis zu vier Monaten zwischen zwei Ausbildungsabschnitten für die Rentenanwartschaft anerkannt werden können, ohne dass eine Meldung bei der Arbeitsagentur erfolgt ist.

Ausnahme: Wird der Übergangszeitraum von bis zu vier Monaten überschritten oder der Jugendliche kann seine beruflichen Vorstellungen innerhalb dieser Zeit nicht wie geplant umsetzen, muss er sich sofort nach Kenntnis der geänderten Umstände persönlich in der Agentur für Arbeit arbeitslos melden, um leistungsrechtliche Nachteile zu vermeiden.

Durch das Steuervereinfachungsgesetz ist die bis 2011 gültige Grenze für Einkünfte von 8004 Euro im Kalenderjahr entfallen. Volljährige Kinder können grundsätzlich bis zum Abschluss einer erstmaligen Berufsausbildung oder eines Erststudiums Kindergeld erhalten.

 Bis zur Vollendung des 21. Lebensjahres wird Kindergeld auch dann gezahlt, wenn das Kind bei der Arbeitsagentur oder dem Jobcenter arbeitsuchend gemeldet ist und nicht in einem Beschäftigungsverhältnis steht. In diesem Fall benötigt die Familienkasse eine entsprechende Mitteilung.

 Weitere Informationen, Merkblätter und Vordrucke zum Kindergeld stehen im Internet unter www.familienkasse.de zur Verfügung oder können telefonisch unter der Servicenummer 01801 - 54 63 37 (Festnetzpreis 3,9 Cent pro Minute, Mobilfunkpreise höchstens 42 Cent pro Minute) angefordert werden. va