Neustart in der Plamag Plauen

Ein Investor aus der Nähe von Augsburg hat das gesamte Werksgelände des ehemaligen Manroland-Standortes in Plauen gekauft. Bis zum Jahresende sollen 150 neue Arbeitsplätze entstehen.

Plauen - Gute Nachrichten aus der Wirtschaft: Am ehemaligen Plamag-Standort in Plauen geht es weiter. Die Anlagen- und Maschinenbaufirma IBS aus Thierhaupten bei Augsburg hat das gesamte Betriebsgelände mit allen Gebäuden und Anlagen angekauft. Damit ist es gelungen, den Industriepark im Ganzen und nicht in Betriebsteilen zu verkaufen. "Durch diese Lösung erreichen wir eine langfristige Perspektive für den ehemaligen Manroland-Standort", teilte der zuständige Insolvenzverwalter Werner Schneider gestern mit.

Zunächst soll in den Werkshallen eine Lohnfertigung für unterschiedliche Branchen aus bestehenden Geschäftsbeziehungen erfolgen. Mittelfristig sei geplant, die Lohnfertigung in eigene Produkte, die in Plauen gefertigt und montiert werden sollen, zu erweitern. In einer ersten Phase werden in den nächsten Wochen 75 Beschäftigte im Werk eingestellt. Darunter seien auch ehemalige Plamag-Mitarbeiter. Bis zum Jahresende sollen nach Angaben des Insolvenzverwalters 150 Arbeitsplätze geschaffen werden. Dies sei vertraglich vereinbart worden.

Den ersten Kontakt zwischen IBS und der Insolvenzverwaltung habe es kurz nach Stilllegung des Plamag-Werkes im Dezember gegeben. Kurz vor Weihnachten gingen die Lichter beim Druckmaschinenhersteller für immer aus. In den langen Gesprächen gelang es, dem Investor die Plamag als Gesamtpaket zu veräußern. Dieser sei anfänglich nur an Produktionsmaschinen interessiert gewesen.

In den letzten Tagen verdichteten sich die Hinweise, dass es einen Käufer für die Plamag geben könnte. Die Nachricht stieß gestern überall auf positives Echo. Landrat Dr. Tassilo Lenk begrüßte den Verkauf außerordentlich, merkte aber an: "Der Verkauf lief, wie auch leider bei der Insolvenz, trotz ständiger Bitte des Landkreises an uns vorbei." mar