Neunjähriger stürzt im Waldbad Adorf vom Sprungturm - schwer verletzt

Zu einem schweren Badeunfall kam es Dienstagnachmittag im Adorfer Waldbad. Ein neunjähriger Berliner, der mit Eltern und Großeltern Urlaub im Vogtland machte, war offenbar so unglücklich vom Brett des Fünf-Meter-Sprungturmes gefallen, dass er mit dem Kopf auf den Betonrand des Beckens aufschlug und im Wasser versank.

Rettungsschwimmerin Ina Hampicke (33) sah das Unglück wohl kommen und sprang sofort hinterher. Sie bekam den Jungen zu fassen, der bereits bis zum Boden des Beckens gesunken war. Neben dem Becken kam der Junge zu sich, die Eltern waren umgehend zur Stelle. Innerhalb kürzester Zeit landete der Rettungshubschrauber am Waldbad und flog den Jungen mit Schädelverletzungen ins Zwickauer Krankenhaus.

Laut Auskunft von Adorfs Bürgermeister Rico Schmidt gehe es dem Jungen den Umständen entsprechend gut. Er sei operiert. Man gehe davon aus, dass er keine bleibenden Schäden davontragen werde. Darüber informiert wurden die Eltern, die sich auch bei allen Helfern bedankten.

Für ihr rasches, professionelleres Handeln dankt ebenso die Stadt Ina Hampicke auf der Internetseite der Stadt Adorf, auf der auch aktuell über den Unfall informiert wird. Der Dank geht auch an Karen Awetisjan, der sofort den Rettungsdienst verständigte und an Mario Franzky, der den Jungen am Beckenrand mit aus dem Wasser hob.

Fremdeinwirkung schließe man nach ersten Ermittlungen aus, heißt es bei der Polizei. Offenbar habe der Neunjährige vor seinem Sprung aus fünf Metern Höhe Angst bekommen, wollte umkehren, sei beim Verlassen des Turmes abgerutscht und in die Tiefe gestürzt. Auch die Retterin kam mit Schock ins Krankenhaus.