Neun Millionen Euro für zwei Schulen

Neun Millionen für die zwei Plauener Berufsschulzentren: Die Stadt Plauen bekommt vom Landkreis ein hübsches Sümmchen überwiesen. Nach dem Verlust der Kreisfreiheit gehen nun die städtischen Berufschulen in den Landkreis über. Das haben Landrat Dr. Tassilo Lenk und Plauens Oberbürgermeister in der so genannten Auseinandersetzungsvereinbarung" bereits vor Ostern beschlossen. Bekannt war die Summe schon, nun steht sie fest verankert. Die "Auseinandersetzungsvereinbarung" soll den Aufgaben- und Personalübergang der Stadt in den Kreis regeln.

 

Eine knappe halbe Million Euro bekommt die Stadt vom Kreis für die Immobilie der Rettungswache in der Stadt. Auch diese geht dann in den Landkreis über. "Alle strittigen Punkte sind jetzt im Wesentlichen geklärt", sagte Landrat Lenk gegenüber unserer Zeitung. Und auch Oberdorfer zeigte sich zufrieden: "Wir freuen uns über dieses ermutigende gemeinsame Ergebnis. Nicht überall im Lande ist es so gelungen. Eine gute Basis also für eine gemeinsame Zusammenarbeit."

 

Auch im Bereich der Abfallwirtschaft haben sich beide Seiten verständigt. Die für die Sanierung und Rekultivierung von Deponien durch den Entsorgungsverband Vogtland gebildeten Rücklagen werden vom Vogtlandkreis zweckgebunden in die Rücklage eingestellt und künftig für diese Zwecke eingesetzt. Die Abfallentsorgung in der Stadt Plauen bleibt bis zum Ende der Vertragslaufzeit der Plauener Abfallentsorgung GmbH unverändert. Gebühren- und Mahnbescheide für die Plauener Bevölkerung werden künftig durch die Landkreisverwaltung erhoben, ebenso das Kassengeschäft für diese Aufgaben von ihr realisiert.

Am 5. Mai werden sich die Fraktionsvorsitzenden des Plauener Stadtrates und des vogtländischen Kreistages treffen, um das Ergebnis zu besprechen, bevor die "Auseinandersetzungsvereinbarung" dann voraussichtlich im Mai und Juni zur Beschlussfassung dem Stadtrat und Kreistag vorgelegt wird.