Neujahrsempfang nach 15 Jahren wieder im Plauener Rathaus

Vieles drehte sich beim Neujahrsempfang der Stadt Plauen am Montag um das liebe Geld, egal ob es um Investitionen, das Vogtlandtheater oder die Rathausfassade ging.

Plauen - Es hatte schon seinen guten Grund, dass nach 15 Jahren der Plauener Oberbürgermeister Ralf Oberdorfer zum Neujahrsempfang wieder ins Rathaus eingeladen hatte. Immerhin konnte so jeder sehen, warum es eine bindende Entscheidung zu Sanierung oder Neubau der Fassade bald geben sollte. Und der Stadtvater verstand es auch, für seinen Vorschlag eines Bürgerentscheids zu werben und gleichzeitig die Pfeile gegen das Landratsamt zu spitzen.

"Es wäre das Beste, wenn durch den Bürgerentscheid die Landratswahl, die in Plauen immer etwas schwach ist, aufgewertet wird", sagte Oberdorfer in seiner insgesamt launigen Rede vor rund 400 Gästen.

Klar, dass auch das Theater Plauen-Zwickau eine gewichtige Rolle spielte. Während Oberdorfer betonte, dass es Ziel sei, ein produzierendes Mehrspartentheater zu erhalten und die Stadt bis Ende 2020 dafür 12,5 Millionen Euro bereitstellen werde, ermunterte er auch zu Kompromissen und Veränderungen.

Zugleich forderte er das Land auf, die Zuwendungen über das Kulturraumgesetz zu dynamisieren. Und auch die beiden Kreise dürften sich nicht dauerhaft aus den Gesellschafterstrukturen des fusionierten Theaters heraushalten. Hauptthema war aber die wirtschaftliche Entwicklung der Stadt Plauen.

Lobend äußerte sich der OB über die 70 Millionen Euro, die gegenwärtig von Plauener Unternehmen investiert werden. Und er ermunterte zu mehr: "Nie mehr wird investieren preiswerter sein", sagt er angesichts des auslaufenden Solidarpakts. M.T.