Neues Problem beim Schülertransport

Auf Antrag des Gemeinderates Norbert Bähren und wegen dem Fehlen von Eltern zum Problem Schülerverkehr nach Weischlitz, wurde der Tagesordnungspunkt durch Bürgermeister Achim Schulz Donnerstagabend vom Programm genommen. Stattdessen öffnete sich eine andere Baustelle:

Schüler des Konrad-Duden-Gymnasium Schleiz aus Schönberg werden nicht mehr, wie bisher, kostenfrei befördert. Deren Eltern müssen den, das im Vogtlandkreis eingeführte Schülerticket übersteigenden Betrag von zusätzlich 247 Euro jährlich, für Beförderung nach Schleiz selbst tragen.

Auch der Widerspruch zur Ablehnung eines entsprechenden Antrags beim ÖPNV wurde abgewiesen. Den Eltern bleiben nach Darstellung ihres Sprechers Enrico Knüpfer keine weiteren Rechtsmittel. Die Krux der Sache: Die Schüler aus den ehemals zu Thüringen gehörenden Kommunen werden auf der Basis des Staatsvertrages von 1992 zwischen Sachsen und Thüringen weiterhin kostenfrei befördert. Da die Schönberger an den Besuch der Grundschulen des Schulverband Rosenbach gebunden waren, und in Mühltroff oder Mehltheuer beschult wurden, ergibt sich nur für sie die neue Regelung.

Als Elternvertreter bat Knüpfer Bürgermeister und Gemeinderat, sich im Kreis und beim ÖPNV für eine Ausnahmeregelung für die bereits das Gymnasium besuchenden Kinder einzusetzen, da die Alternative nur ein Schulwechsel wäre. Dabei bat er zu beachten, dass pro Familie bis zu drei Kinder von der Regelung betroffen wären und dass es sich um nicht einmal zehn Schüler handelt, die bei einem Wechsel nach Plauen täglich wesentlich längere Ausbleibezeiten hätten. Selbst Kornbacher Kinder kämen wegen der Zugehörigkeit nach Mühltroff in den Genuss kostenfreier Beförderung und steigen in Schönberg mit ihren Schulkameraden gemeinsam in den Linienbus. jpk