Neuer Turm für alte Schule in Pabstleithen

Typisch Schule, typisch für Bauen um die Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert. Pabstleithens ehemalige Schule ist ein weithin sichtbares und markantes Backsteingebäude.

 

Als hier 1903 die ersten Mädchen und Jungen die Schulbänke gedrückt haben; da hatte das Gebäude noch einen kleinen Turm mit Uhr und Schlagwerk. Bei Arbeiten am Dach in den 60er Jahren ist das kleine Türmchen jedoch entfernt worden. Das soll sich ändern. Seit der Übernahme des historischen Hauses durch Tiefenbrunns Keintierzuchtverein wird das alte Gemäuer erneuert. So ist hier im Zuge der Sanierungsarbeiten auch die Gaststätte "Zur gemütlichen Kleintierschänke" entstanden.

Und jetzt haben Zimmerleute des Süßebacher Handwerksbetriebes Menke und Pilz der alten Schule wieder zu einem Turm verholfen. Das Bauwerk ist etwa 3,50 Meter hoch und misst in den Grundmaßen 1,40 mal 1,40 Meter. Bekrönt wird es von einer Spitze mit Kugel. Geplant sei auch, das alte Zeiteisen wieder einzusetzen, verlautete aus Tiefenbrunner Züchterkreisen.

 Ein Blick zurück: Am 18. Juni 1903 haben die Pabstleithener mit dem Bau einer neuen Schule begonnen. Im Spätherbst des Jahres wurde das Gebäude unter großer öffentlicher Anteilnahme eingeweiht. Die Schuluhr kostete damals 540 Mark. Geliefert wurde sie von einer Leipziger Firma und aufgestellt durch einen Uhrmacher aus Rossbach (Hranice). Ab 1952 gab es in Pabstleithen keine Einschulungen mehr; die Kinder wurden in Eichigt unterrichtet.

Nach dem Ende schulischen Lebens wurde das Haus als Gemeindeverwaltung, Dorfkonsum und für Wohnzwecke genutzt. Vor einigen Jahren ist die alte Schule mittels Erbpacht von der Gemeinde an den Tiefenbrunner Kleintierzuchtverein übergeben worden.  C.S.