Neuer Schulleiter am Berufsschulzentrum e.o.plauen

Von Rodewisch an die Plauener Uferstraße: Klaus-Peter Palme ist neuer Schulleiter des Berufsschulzentrums (BSZ) e.o.plauen. An der Einrichtung mit 1100 Schülern steht er vor vielfältigen neuen Herausforderungen.

Plauen - Zeitgemäße Lösungen für eine Schullandschaft, die sich im Umbruch befindet: Klaus-Peter Palme, neuer Leiter des BSZ e.o.plauen hat sich viel vorgenommen. Etwa 1100 Schüler beherbergt das BSZ - nicht ganz unter einem Dach, denn zum Hauptgebäude in der Uferstraße in Plauen kommen noch die Außenstellen in der Plauener Seminarstraße und in Oelsnitz.

Palme, Diplom-Ökonom mit pädagogischer Zusatzausbildung, war zuvor Schulleiter des BSZ für Wirtschaft in Rodewisch. "Es ist für mich eine besondere Herausforderung, da es sich nicht um ein rein ökonomisches BSZ handelt", erklärt er mit Blick auf seine zukünftige Tätigkeit. Mit den Bedingungen, die er am neuen Arbeitsplatz vorfand, ist Palme zufrieden: "Ich bin hier sehr gut aufgenommen worden. Es gibt viele motivierte Lehrerinnen und Lehrer." Zuerst habe sich Palme Zeit genommen, den Alltag am e.o.plauen zu beobachten und wahrzunehmen. Mit jeder Lehrkraft führte er ein persönliches Gespräch.

"Das ist wichtig, um die Vorstellungen aller Beteiligten kennenzulernen. Dabei gibt es unzählig viele Ideen, die man aufgreifen kann, um Schule positiv zu entwickeln." Um einerseits die Schülerzahlen konstant halten zu können, andererseits angemessen auf eine schnelllebige Zeit reagieren zu können, hat die Schulleitung das Ziel, das Angebot der Schule attraktiv und zeitgemäß zu gestalten: "Ich lasse es mir nicht nehmen, als Schulleiter innovativ zu sein, um künftigen Entwicklungen mit neuen Ausbildungen Rechnung zu tragen."

Palme wirkt zuversichtlich, spricht er von den zukunftsweisenden Ideen, die seine Schule öffnet und die auch von den Fähigkeiten und Ideen der Schüler ausgehen. Am BSZ e.o.plauen sei ein sehr kreatives und facettenreiches Potenzial an jungen Menschen vorhanden. Dies eröffne neue Möglichkeiten, auch im Bereich Medien. "Da sind Kompetenzen vorhanden - beispielsweise machen wir jetzt ein Projekt gemeinsam mit dem Vogtland Regionalfernsehen."

Diese Entwicklung fällt in eine Zeit, in der sich die Bildungslandschaft des Freistaates Sachsen im Umbruch befindet. Es sei bedeutend auch für die Region, den Standort zu sichern und Ausbildungen zu erhalten, ist Palme überzeugt. Vor allem der demografische Wandel mache den Berufsschulen im Landkreis zu schaffen: "Der Schülerrückgang ist jetzt bei uns angekommen." Verstärkt werde dies durch Umstrukturierungen, die auf Landesebene beschlossen wurden, wie die Schließung der Berufsfachschulen.

Zwei Ausbildungsgänge, der Gestaltungstechnische Assistent (GTA) und der Bekleidungstechnische Assistent (BTA), fallen deswegen am BSZ e.o.plauen im kommenden Jahr weg. "Wir sind besonders betroffen von der Schließung und haben dadurch viele freie Kapazitäten. Darauf zu reagieren, ist eine der Anforderungen, vor der wir im e.o.plauen in Zukunft stehen." Ein Teil der Ausbildungen, die derzeit noch an der Außenstelle in der Seminarstraße stattfinden, werden deshalb zukünftig ins Hauptgebäude an der Uferstraße ziehen.

"Im Grunde beinhaltet das e.o.plauen fünf Schularten unter einem Dach", berichtet Klaus-Peter Palme. Der Großteil, etwa 770 Schüler, besucht die Berufsschule. Hinzu kommen mit der Fachoberschule und dem Beruflichen Gymnasium zwei studienqualifizierende Schularten. An der Fachschule besteht die Möglichkeit, sich nach einer abgeschlossenen Berufsausbildung zum staatlich geprüften Techniker weiterzubilden. Und das Berufsvorbereitungsjahr schafft einen Übergang zwischen Schulzeit und Ausbildung.

Das BSZ e.o.plauen rüstet sich für die Zukunft. Das Vogtland als eine lebenswerte Region weiter zu entwickeln, junge Menschen auf ihr Leben vorzubereiten und Fachkräfte in der Region zu halten: Diese Zielsetzungen sind nur ein Teil der Aufgaben, die auf die Schule und ihren neuen Leiter zukommen. Nicht nur der organisatorische Rahmen muss stimmen, auch ein lebenswertes Umfeld gehört laut Klaus-Peter Palme dazu: "Ganz besonders wichtig ist mir das Zusammenleben an dieser Schule. Es gibt ein sehr gutes Schulklima, das geprägt ist von Vertrauen, Achtung, Respekt und Leistungswillen."