Neuer Revierförster für den Plauener Stadtwald

Plauen - Steve Fischer heißt der neue Revierförster des Stadtwaldes Plauen. Der Diplomforstingenieur wacht über 2300 Hektar der Plauener grünen Lunge im Vogtlandkreis.

 

"Ich will und werde die gute Arbeit meiner Vorgängerin fortsetzen", sagte der neue Revierförster für Plauen Steve Fischer beinah staatsmännisch bei seiner Vorstellung im Plauener Rathaus im Beisein seiner Vorgängerin Gabriele Fischer, die mit Steve Fischer nicht verwandt ist. Försterin Fischer hatte seit 1991 die Geschicke für den Plauener Stadtwald in den Händen, sie geht mit 60 Jahren in den Vorruhestand. Der 25-Jährige übernimmt den Posten, er war einer von 72 Bewerbern, welche sich an der deutschlandweiten Ausschreibung beteiligt hatten.

Fischers Aufgaben umfassen die Waldpflege, die Bewirtschaftung und umfassende organisatorische Aufgaben. Als "Einzelkämpfer" vergibt er alle Personal und Technik intensiven Aufgaben an Fremdfirmen, sei es Holzeinschlag, der Transport, die Beseitigung von Sturmwurf, das Neubepflanzen sowie das Brennholzgeschäft. Ein gutes Geschäft: 150 000 Euro Plus sind im Plan 2011 auf der Habenseite für Plauen vorgesehen.

Der in Plauener Besitz befindliche Wald ist ein üppiges, geografisches Mosaikgebilde von Syrau bis Grünbach, von Weischlitz bis Bergen, erläutert Fischer. Der junge Mann aus Muldenberg, der in Klingenthal sein Abitur am Sportgymnasium meisterte und in Weihenstephan in Bayern Wald- und Forstwirtschaft studierte, sieht seine Hauptaufgabe in den kommenden Jahren in der behutsamen Umgestaltung des Waldes. Vor allem im unteren Bereich des Vogtlandes sei eine vermehrte Anpflanzung von Laubbäumen wie Eiche und Buche notwendig.

 

Dazu erläuterte Lothar Schneider vom Sachsenforst/Forstbezirk Plauen: "Der Waldumbau geschieht auch deshalb, weil im Nadelwaldbereich die Fichte ein in diesen Regionen nicht gut gedeihender Baum ist. Dieser Baum braucht viel Feuchtigkeit, die er in Höhen und Lagen wie in Schöneck und im Oberen Vogtland vorfindet, um Plauen aber fällt zu wenig Niederschlag." Dennoch bleibe die Fichte für die Forstwirtschaft der "Brotbaum" schlechthin, also die Erträge beim Holzschlag sind beim Nadelholz überwiegend, so Schneider. Den Zustand des Waldes im Vogtland indes bewertete der Experte Schneider als gut, auf jeden Fall besser als in anderen Teilen Sachsens und der Bundesrepublik.