Neuer Platz für Weischlitzer Störche

Nun beginnt das Daumendrücken, dass das beliebte Storchenpaar im nächsten Jahr den neuen Nistplatz annimmt: Ein Gittermast wurde gestern neben der alten Esse am Weischlitzer Elsterufer gesetzt, um den Weißstörchen weiterhin die Möglichkeit zum Brüten zu geben.

Die alte Esse in der Ortsmitte ist baufällig. Da kam es gelegen, dass die Firma Laube, zu der das Gelände gehört die Esse und auch die angrenzende Bauruine abreißen möchte. Um die unter Naturschutz stehenden Tiere nicht zu vertreiben, musste eine Alternative her. Ornithologen, Naturschutzbehörde und die ansässige Firma besprachen sich und entschieden sich für einen neuen "Storchenmast" in unmittelbarer Nähe zur bisher bewohnten Esse auf dem Firmengelände.

Bisher musste die Firma Laube die Kosten tragen. Ein Fördermittelantrag sei aber bereits gestell, so Karin Eckstein, Sachbearbeiterin der unteren Naturschutzbehörde des Vogtlandkreises. "Sicher wird es dafür Fördergelder geben", sagt sie im Gespräch mit dem Vogtland-Anzeiger.

Bald soll mit einem Kran das Nest umgesetzt werden - wenn das Fundament des neuen Masten fest geworden ist. "Wir warten noch ein paar Tage. Die Such-Aktivitäten der Störche haben schon begonnen. Demnächst werden sie sich sammeln und erstmal davon fliegen. Sollte sich das doch noch länger hinziehen, werden wir das Nest trotzdem umsetzen. Das werden sie uns nicht übel nehmen, vielleicht testen sie ja dann sogar schon mal den neuen Standort. Störche sind nicht so empfindlich die stecken viel weg. Es dürfte also eigentlich kein Problem für sie sein", sagt Werner Limmer, Leiter der Plauener Ornithologen. Zusammen mit Anwohnen wird dann im Frühjahr beobachtet, wann das Weißstorchenpaar kommt. Und alle hoffen natürlich auch wieder auf rotbeinigen Nachwuchs - in diesem Jahr gab es zwei junge Störche.  sr